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Übernahme: Verwirrendes Nervenspiel um Opel

Der Opel-Verkauf geht in die Endphase - und die Verhandlungen entwickeln sich erneut zum Nervenspiel. Der Favorit im Bieterrennen heißt weiterhin Magna. Die Manager des kanadisch-österreichischen Zuliefererkonzerns wollen die Übernahme des deutschen Autobauers bald abschließen. Doch die Konkurrenz kämpft.

von Sven Afhüppe und Carsten Herz

Eigentlich schien die Übernahme von Opel durch den kanadisch-österreichischen Zuliefererkonzern Magna bereits ausgemachte Sache zu sein. Aber die Verhandlungen entwickeln sich in der Endphase erneut zum Nervenspiel. "Wir wollen am 15. Juli zum Abschluss kommen", verkündete gestern Magna-Chef Siegfried Wolf. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen gab es vergangenen Donnerstag bereits ein weiteres Spitzentreffen des Opel-Mutterkonzerns GM und Magna. Aber auch mit den Magna-Konkurrenten wird noch verhandelt. Demonstrativ flirtet GM weiter mit dem Finanzinvestor RHJ und dem chinesischen Hersteller BAIC. Die Gemengelage ist komplex - und selbst für viele Kenner nur noch schwer einzuschätzen. Denn mitten im Verhandlungspoker ist häufig nur schwer auszumachen, was ein gezielter Bluff und was harter Fakt ist. Im Folgenden versucht das Handelsblatt, einige wichtige Fragen zu beantworten. Foto: AP