Übernahme von BOC erlaubt
Linde macht US-Kartellbehörde Zugeständnisse

Linde hat alle kartellrechtlichen Bedenken bei der Übernahme des britischen Industriegase-Konkurrenten BOC ausgeräumt. Nach der EU-Kommission hat nun auch die US-Kartellbehörde FTC grünes Licht gegeben. Allerdings hat Linde das Ok nicht umsonst bekommen.

HB FRANKFURT. „Wir sind sehr zufrieden, dass nun alle Vorbedingungen für das offizielle Übernahmeangebot an BOC erfüllt sind“, erklärte Linde-Chef Wolfgang Reitzle am Dienstag. Die Angebotsunterlagen sollen den BOC-Aktionären in Kürze vorgelegt werden. In wenigen Wochen solle eine außerordentliche Hauptversammlung bei BOC die Übernahme dann letztlich auf den Weg bringen.

Linde bietet den BOC-Aktionären 16 Pfund je Aktie. Den Abschluss der Transaktion erwartet Linde für September. Die Akquisition für rund 12 Mrd. Euro ist der mit Abstand größte Zukauf in der 127-jährigen Firmengeschichte von Linde.

Die Linde-Aktie lag am Vormittag 1 Prozent im Plus bei 61,70 Euro und gehörte damit zu den größten Gewinnern im Dax. Analysten äußerten sich positiv: „Das war der letzte offene Punkt, der der Veröffentlichung des offiziellen Übernahmeangebots noch im Weg stand“, sagte Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Damit liege Linde sehr gut im Zeitplan.

Linde muss Anlagen verkaufen

Zu den Auflagen der FTC gehört, dass Linde 8 Luftzerlegungsanlagen in den USA verkaufen muss. Auch 3 Bezugsverträge über Flüssighelium mit Lieferanten in den USA, Russland und Polen und die damit verbundenen Anlagen muss Linde abgeben. Zusammen entsprächen die Veräußerungen einem Umsatz bezogen auf das vergangene Jahr von 180 Mill. Euro, teilte Linde mit. „Wir werden die Auflagen zügig erfüllen“, sagte ein Sprecher.

Anfang Juni hatte bereits die Europäische Kommission die geplante Akquisition unter Auflagen genehmigt. Diese sehen ebenfalls Verkäufe vor, die einem Umsatzvolumen von 160 Mill. Euro entsprechen.

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