Übernahme von BOC: Linde kommt nur langsam voran

Übernahme von BOC
Linde kommt nur langsam voran

Die Übernahmeverhandlungen zwischen Linde und dem britischen Industriegasehersteller BOC kommen nur langsam voran. Finanzkreise rechnen nicht mit einem Abschluss in dieser Woche. Allgemein werden aber keine großen Wettbewerbsprobleme erwartet.

DÜSSELDORF/FRANKFURT. Die geplante Übernahme des britischen Konzerns durch den Wiesbadener Konkurrenten sei aber eher eine Frage von Wochen als von Monaten, hieß es in Finanzkreisen. Nach diesen Quellen haben sich inzwischen die beratenden Banken getroffen, um mögliche kartellrechtliche Probleme aus dem Weg zu räumen. Linde wird von der Deutschen Bank und Morgan Stanley beraten, auf Seiten von BOC stehen JP Morgan Cazenove und Merrill Lynch.

Allgemein werden aber keine großen Wettbewerbsprobleme erwartet, da die beiden Unternehmen sich auf dem Markt für Industriegase sowohl bei den Produkten als auch regional gut ergänzen. Kartellrechtliche Probleme könnte es lediglich in Randbereichen in den Ländern Großbritannien, Deutschland, USA, Polen und Ecuador geben.

Linde hatte Ende Januar bestätigt, der Londoner BOC eine Kaufofferte gemacht zu haben. BOC-Chef Tony Isaac hatte dieses Angebot recht schroff abgelehnt und den angebotenen Preis von 15 Pfund je BOC-Aktie als zu niedrig bezeichnet. Ein offizielles Übernahmeangebot hat Linde bisher noch nicht abgegeben und auch stets betont, dass nur eine freundliche Übernahme in Frage komme.

BOC ist mit einem Umsatz von umgerechnet rund 4,4 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres weltweit der drittgrößte Anbieter von Industriegasen. Linde ist insgesamt zwar größer, rangiert im Weltmarkt für Industriegase aber nur auf Rang fünf. Zusammen würden die beiden den Marktführer Air Liquide überholen.

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