Übernahme von Hospira
EU gibt Pfizer grünes Licht – unter Auflagen

Pfizer darf den Konkurrenten Hospira übernehmen. Die EU hat dem US-Pharmariesen grünes Licht für den Zukauf gegeben – allerdings nur unter Auflagen. Das Unternehmen muss die Rechte an bestimmten Medikamenten abgeben.
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BrüsselBrüssel erlaubt dem US-Pharmariesen Pfizer die Übernahme des Konkurrenten Hospira. Damit das Unternehmen nach dem Zukauf nicht zu viel Marktmacht gewinnt, muss Pfizer aber die Rechte an bestimmten Medikamenten angaben. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Der Wert der Übernahme beträgt nach früheren Angaben rund 17 Milliarden Dollar.

Pfizer hat unter anderem zugesagt, ein in der Entwicklung befindliches Medikament abzugeben. Es geht dabei um ein Nachahmerprodukt, das dem Arzneimittel Infliximab sehr ähnlich ist. Infliximab gehört nach Angaben der EU-Kommission zu den drei meistverkauften Medikamenten der Welt. Es wird zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten eingesetzt.

Da Hospira ein Konkurrenzprodukt in Europa vermarktet, hatte die EU-Kommission befürchtet, Pfizer könnte nach der Übernahme die Entwicklung des eigenen Medikaments verzögern oder einstellen. Mit den verbleibenden Arzneimitteln wäre der Preiswettbewerb zu gering gewesen, argumentierte die Brüsseler Behörde. Die Rechte zum Vertrieb außerhalb Europas behält Pfizer aber.

Weiterhin muss Pfizer Zulassungen und damit verbundene Rechte an bestimmten Wirkstoffen in einigen EU-Staaten oder auch in ganz Europa abgeben. Es geht um sterile Arzneimittel, die durch Injektion verabreicht werden. Die meisten der hier relevanten Medikamente werden laut EU-Kommission als Chemotherapie zur Behandlung von Krebs eingesetzt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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