Übernahme von Roche-Sparte genehmigt
EU macht Weg für Bayer frei

Die Übernahme des Geschäfts mit verschreibungsfreien Arzneimitteln des Schweizer Konzerns Roche hat die EU-Kommission dem Leverkusener Bayer-Konzern unter Auflagen genehmigt. Damit entsteht der größte europäische Anbieter rezeptfreier Medikamente.

HB BRÜSSEL. Die Kommission teilte am Freitag in Brüssel mit, es komme nur in wenigen Produktbereichen zu Überschneidungen. Allerdings habe die Kommission die Genehmigung an mehrere Bedingungen geknüpft, um den Wettbewerb in kritischen Bereichen zu schützen. Die Akquisition umfasst solch bekannte Marken wie das Magenmittel "Rennie" oder "Bepanthen" sowie Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel. Die Transaktion mit einem Volumen von 2,38 Mrd. ? soll zum Jahreswechsel abgeschlossen werden.

Mit dem Zukauf steigt Bayer zu den drei weltgrößten Anbietern im so genannten OTC-Geschäft (over the counter) auf. Im Gegenzug für die Genehmigung der Übernahme hat die EU-Kommission Bayer aufgefordert, regionale Rechte an drei Roche-Produkten zu verkaufen, die zusammen für einen Jahresumsatz von 2,25 Mill. ? oder 0,23 % des zu transferierenden Umsatzvolumens stehen. Roche und Bayer hätten zugesagt, das Geschäft der Roche-Schmerzmittel "Aspro" und "Aspro C" in Österreich und die Vertriebs- und Markenrechte von den Pilzmitteln "Caldesene" und "Desenex" von Roche in Irland zu veräußern. Damit würden die Wettbewerbsbedenken der Kommission ausgeräumt.

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