Übernahme von Rockwell United Technologies kommt Ziel offenbar näher

United Technologies und Rockwell Collins stehen Insidern zufolge kurz vor einer Fusion. Sollten die Verhandlungen gelingen, würden sich zwei wichtige Zulieferer der Flugzeugindustrie zusammenschließen.
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United Technologies ist der Mutterkonzern des Triebwerkbauers Pratt & Whitney. Im Bild: Lufthansa-Techniker, die in einer Triebwerkshalle bei der Lufthansa arbeiten. Quelle: dpa
Triebwerkhersteller

United Technologies ist der Mutterkonzern des Triebwerkbauers Pratt & Whitney. Im Bild: Lufthansa-Techniker, die in einer Triebwerkshalle bei der Lufthansa arbeiten.

(Foto: dpa)

New YorkEin Zusammenschluss der beiden Flugzeugzulieferer United Technologies und Rockwell Collins rückt offenbar näher. United Technologies habe in den Gesprächen über einen Kauf von Rockwell Fortschritte gemacht, sagte ein Insider am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Unternehmen stünden kurz davor, sich auf einen Preis zu einigen. Das Geschäft könnte in der kommenden Woche bekanntgegeben werden, sagte die mit der Angelegenheit vertraute Person.

Nach einem Bericht des „Wall Street Journals“ ist ein Preis von 140 Dollar je Rockwell-Aktie im Gespräch. Im New Yorker Mittagshandel stieg das Papier um zwei Prozent auf 130,70 Dollar. United-Technologies-Aktien legten um 1,6 Prozent zu. Beide Firmen versuchen seit mehr als einem Monat zusammenzukommen.

Das sind die größten Luftfahrtkonzerne der Welt
Platz 10: Safran
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Der französische Konzern verbuchte 2016 einen Ertrag von 18,2 Milliarden Dollar (Vorjahr: 18,0 Milliarden). Safran ist nach Rolls-Royce Europas zweitgrößter Hersteller von Flugmotoren und Strahltriebwerken. In puncto Ertragswachstum lagen die europäischen Unternehmen mit 3,7 Prozent klar vor der US-Konkurrenz (2,4 Prozent) und setzten damit den Trend des Vorjahres fort.

(Quelle: Deloitte Global Aerospace & Defence Sector Financial Performance Study 2017)

Platz 9: Raytheon
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Der US-Hersteller produziert vor allem für das Militär. Der Rüstungskonzern erreichte 2016 einen Ertrag von 24,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 23,2 Milliarden ). Dank der leistungsstarken US-Rüstungsindustrie und einer hohen weltweiten Nachfrage wuchsen die Erträge im militärischen Sektor bei den US-Unternehmen insgesamt um 2,1 Prozent.

Platz 8: BAE Systems
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Der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern kletterte in der Rangliste vom neunten auf den achten Platz. 2016 betrug der Ertrag 24,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 22,8 Milliarden). In Europa legte der Ertrag im militärischen Sektor laut Studie um insgesamt 0,6 Prozent zu.

Platz 7: Northrop Grumman
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Der US-Hersteller von Rüstungstechnik für Luft- und Raumfahrt machte 2016 einen Ertrag von 24,5 Milliarden Dollar (Vorjahr: 23,5 Milliarden Dollar). Die Wachstumsrate der Gesamtbranche fiel von 3,8 Prozent im Jahr 2015 auf 2,4 Prozent im Jahr 2016. Sie war damit immer noch um 0,1 Prozentpunkte höher als das globale Wirtschaftswachstum.

Platz 6: GE Aviation
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Das Unternehmen gehört zur US-Konzern General Electric. Der Konzern erzielte 2016 einen Ertrag in Höhe von 26,3 Milliarden Dollar (Vorjahr: 24,7 Milliarden). GE Aviation stellt Flugzeugtriebwerke für den zivilen und den militärischen Gebrauch her. Insgesamt zeigte die Luftfahrtbranche 2016 bei einem Gesamtertrag von 674,4 Milliarden Dollar ein verlangsamtes Wachstum.

Platz 5: United Technologies
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Der US-Hersteller von Technologieprodukten hat seinen Hauptsitz in Connecticut. Neben Luft- und Raumfahrt ist der Konzern auch in den Bereichen Klimaanlagen, Aufzugsanlagen und Rolltreppen tätig. Der Ertrag im Luftfahrtbereich lag 2016 bei 28,9 Milliarden Dollar (Vorjahr: 27,8 Milliarden Dollar).

Platz 4: General Dynamics
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Der Konzern ist neben Boeing der größte Hersteller von Lenkflugkörpern in den USA. Der Konzern baut neben Raketen auch Hubschrauber sowie Panzer und fertigte 1954 mit der USS Nautilus das erste nuklearbetriebene U-Boot der Welt. Im vergangenen Jahr betrug der Ertrag 31,4 Milliarden Dollar (Vorjahr: 31,5 Milliarden).

United Technologies ist der Mutterkonzern des Triebwerkbauers Pratt & Whitney und des Fahrstuhl- und Rolltreppenanbieters Otis. Sollten die Verhandlungen zwischen den Unternehmen gelingen, würden sich zwei wichtige Zulieferer der Flugzeugindustrie zusammenschließen. United Technologies könnte den Deal zudem nutzen, um die anderen Industriesparten abzuspalten.

  • rtr
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