Übernahme von Tele Atlas
Hintergrund: Das Geschäft mit den digitalen Karten

Der Navigationsgeräte-Hersteller Tom Tom will den Kartenanbieter Tele Atlas für 1,9 Mrd. Euro kaufen – ein stolzer Preis, wie Branchenkenner sagen. Dennoch kann er gerechtfertig sein, haben die digitalen Karten in den vergangenen Jahren doch gewaltig an Bedeutung gewonnen.

ruk MÜNCHEN. Nicht nur in Routenplanern und Fahrzeugnavigations-Systemen finden die Kartendaten ihren Einsatz, sondern auch in beim Mautsystem „Toll Collect“ oder in den abendlichen Wettervorhersagen, wo Regenradar, dynamische Luftströmungsdarstellungen und virtuelle Flüge mittlerweile dazu gehören. Andere Anwendungen sind Geographische Informationssysteme (GIS) in der öffentlichen Verwaltung (Vermessungsämter, Liegenschaftsämter), aber auch in raumbezogenen Planungen von Dienstleistungsunternehmen. Letztere haben aber eher im Verborgenen einen weiten Verbreitungsgrad erlangt.

Im Rampenlicht stehen vor allem die Karten der Navigationssysteme. Diese werden weltweit von zwei konkurrierenden Unternehmen an die Hersteller mobiler Navigationssysteme geliefert: dem europäischen Anbieter Tele Atlas aus dem belgischen Gent und Navteq aus Chicago.

Beide Unternehmen sind Spezialisten für digitale Karteninhalte und haben sich schon vor Jahren die entsprechenden Rechte gesichert. Die Rechte an amtlichen Karten liegen bei den Behörden der jeweiligen Länder. In der Bundesrepublik Deutschland sind das die Landesvermessungsämter, die neben ihren gedruckten Kartenwerken (das sind Urkunden im rechtlichen Sinn) auch spezielle digitale Karten wie etwa die Topgraphischen Karten für Wanderer herausgeben.

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