Übernahme von TRW
ZF kann Angebot auf 13 Milliarden Dollar anheben

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen arbeitet an der wohl größten Übernahme seiner Firmengeschichte. Das Unternehmen ist am US-Konkurrenten TRW Automotive interessiert – und finanziell offenbar gut gerüstet.
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Friedrichshafen/LivoniaZF Friedrichshafen verfügt für eine mögliche Übernahme des Fahrzeugsicherheitsexperten TRW Automotive offenbar über genügend Finanzen für ein aufgebessertes Barangebot. Damit könnte der zweitgrößte Autozulieferer der Welt entstehen.

Die Kreditgeber hätten dem deutschen Autozulieferer gesagt, dass Finanzierungen für ein höheres reines Barangebot zur Verfügung ständen, welches das US-Unternehmen mit bis zu 13 Mrd. Dollar (rund 9,6 Mrd. Euro) bewerte, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag gegenüber Bloomberg News.

ZF, die mit Citigroup zusammenarbeite, erwäge einen Vorschlag, der TRW zwischen 110 Dollar und 112,50 Dollar je Aktie bewerte, erklärten zwei Personen, die anonym bleiben wollten. Auch Morgan Stanley und mehrere europäische Banken würden den Zulieferer beraten und die Transaktion finanzieren.

In der vergangenen Woche hatte Bloomberg aus informierten Kreisen erfahren, dass die nicht börsennotierte ZF TRW mit 11 bis 12 Milliarden Dollar bewerte. Die Aktie des Konzerns aus Livonia im Bundesstaat Michigan notierte zum Handelsschluss in New York am Mittwoch bei 101,20 Dollar. Damit kam TRW auf einen Marktwert von etwa 11,2 Mrd. Dollar.

Die Gespräche zwischen den beiden Seiten haben sich nach Aussage einer der Personen intensiviert, auch wenn noch keine Einigung erzielt worden sei. Die Firmen verhandelten noch immer über den Preis, hieß es weiter.

ZF hatte in der vergangenen Woche bestätigt, Verhandlungen mit TRW über eine Akquisition zu führen. Durch den Zusammenschluss des deutschen Herstellers von Lenksystemen und Getrieben mit einem führenden Produzenten von Sicherheitsausrüstungen bei Autos würde gemessen an den Umsätzen die Nummer zwei unter den globalen Autozulieferern entstehen.

Sprecher von TRW und ZF lehnten eine Stellungnahme ab. Auch Vertreter von Citigroup, Morgan Stanley und Goldman Sachs, die TRW berät, wollten sich nicht dazu äußern.

Da die Gespräche zwischen den Unternehmen nun öffentlich bekannt seien, könne eine Einigung in drei bis vier Wochen erreicht werden - um Sorgen unter den Autoherstellern zu lindern, die Unsicherheiten bei ihren großen Zulieferern nicht mögen würden, sagten die Personen

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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