Übernahmeangebot
Thyssen-Krupp setzt Dofasco-Aktionären Frist

Die Aktionäre des kanadischen Stahlherstellers Dofasco haben bis zum 10. Januar 2006 Zeit, die Übernahmeofferte des deutschen Mischkonzerns Thyssen-Krupp anzunehmen.

FRANKFURT. Die Offerte sei an die Dofasco-Aktionäre versandt worden, teilte Thyssen-Krupp am Dienstag mit. Danach bietet das Unternehmen für den größten kanadischen Stahlproduzenten 61,50 kanadische Dollar je Aktie, was auf eine Gesamtsumme von umgerechnet 3,5 Mrd. Euro hinauslaufen würde. Thyssen-Krupp hält sich allerdings offen, das Angebot zurückzuziehen oder die Annahmefrist zu verlängern.

Der deutsche Konzern ist mit seinem Angebot in die Rolle des „Weißen Ritters“ geschlüpft. Der luxemburgische Konkurrent Arcelor hatte zuvor versucht, Dofasco feindlich zu übernehmen. Thyssen-Krupp überbot Arcelor jedoch um knapp zehn Prozent. Auf den Schlusskurs von Dofasco vom 22. November, dem Tag vor der Offerte von Arcelor, bietet Thyssen-Krupp den Anteilseignern damit einen Aufschlag von 40 Prozent Dofasco hatte das Angebot Arcelors abgelehnt und seinen Aktionären die Annahme des ThyssenKrupp-Angebots empfohlen. Der Dax-Konzern hatte erklärt, die gesamte Übernahme aus Barmitteln finanzieren zu können.

„Die Angebotsprämie von Thyssen-Krupp zeigt die Bedeutung, die wir Dofasco als idealem strategischen Partner und als Plattform für Wachstum im nordamerikanischen Markt beimessen“, sagte Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz. Dofasco ist mit rund 11 000 Mitarbeitern der größte Stahlproduzent Kanadas. Das Unternehmen hatte 2004 einen Umsatz von 4,2 Mrd. kanadischen Dollar erwirtschaftet, umgerechnet knapp 3,1 Mrd. Euro.

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