Übernahmegerüchte dementiert
Same lässt Deutz die Eigenständigkeit

Der italienische Landmaschinenhersteller Same-Deutz-Fahr (SDF) hat seinen Anteil an dem Kölner Motorenbauer Deutz ausgebaut.

DÜSSELDORF/MAILAND. DSF hat Genussrechte und Wandelschuldverschreibungen in Aktien umgewandelt und erhöht dadurch seinen Anteil an Deutz von 28 auf rund 36 Prozent. Dadurch müssen die Italiener nach deutschem Aktienrecht innerhalb von vier Wochen allen Aktionären ein Übernahmeangebot machen.

SDF-Präsident Vittorio Carozza erklärte jedoch, dass man kein Interesse habe, die Mehrheit an Deutz zu erwerben oder Deutz von der Börse zu nehmen. „SDF wird vielmehr die operative Unabhängigkeit von Deutz aufrecht erhalten und dabei auf die hohe Qualität des Deutz-Vorstandes vertrauen“, heißt es in einer Mitteilung der Italiener. Deutz-Chef Gordon Riske will erst nach Vorlage des Pflichtangebotes Stellung nehmen.

Deutz ist einer der wenigen großen Motorenbauer, die nicht zu einem Konzern gehören. In den vergangenen Jahren haben sich aber wichtige Kunden an dem lange in roten Zahlen operierenden Unternehmen beteiligt.

Deutz ist Hauptlieferant von Dieselmotoren für Same-Deutz-Fahr. Die Italiener, mit einem Umsatz von 937 Mill. Euro weltweit der fünftgrößte Hersteller von Landmaschinen, hatten 1995 die Landmaschinensparte der damaligen Klöckner Humboldt Deutz übernommen, und seit 2003 die Beteiligung an Deutz schrittweise ausgebaut. Zu den Marken der im norditalienischen Treviglio residierenden SDF gehören Same, Deutz-Fahr, Hürlimann und Lamborghini.

Volvo, mit 6,8 Prozent zweitgrößter Aktionär bei Deutz, wird künftig neu entwickelte Motoren für Lastwagen und Busse von Deutz beziehen, für die Deutz vor kurzem eine neue Montagehalle in Köln eingeweiht hat. Daneben hält noch der Investmentfonds Fidelity seit Ende April eine Beteiligung von knapp über fünf Prozent an Deutz.

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