Übernahmegerüchte
Volkswagen dementiert Interesse an Lotus

Der britische Hersteller Lotus könnte schon bald den Besitzer wechseln. Gerüchten zufolge zählt der Volkswagen-Konzern zu den potenziellen Käufern. Doch die Wolfsburger streiten ein Interesse an der Nobelmarke ab.
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DüsseldorfDie Verkaufsgerüchte um den britischen Nobelhersteller Lotus halten sich beständig. Gestern bestätigte der malaysische Autokonzern DRB-Hicom, zu dem auch die Lotus-Mutter Proton gehört, dass ein Übernahmeangebot eines ausländischen Autoherstellers für Lotus vorliege - zum symbolischen Preis von einem britischen Pfund. Der neue Eigentümer müsste allerdings auch die Schulden von Lotus in Höhe von 200 Millionen Pfund (257 Millionen Euro) übernehmen. Namen nannten die Malaysier nicht, doch etliche malaysische Zeitungen berichteten, dass Volkswagen der ungenannte Autoriese sein könnte.

In Wolfsburg dementiert man die Gerüchte. Man habe kein Interesse an einer Übernahme des britischen Nobelherstellers, sagte ein VW-Sprecher auf Nachfrage von Handelsblatt Online.

Vor wenigen Tagen hatte DRB-Hicom die hochtrabenden Pläne begraben, fünf neue Automodelle auf den Markt zu bringen, mit denen Lotus 2010 auf der Motor Show in Paris für Aufsehen gesorgt hatte. Den Vater der Zukunftsstrategie, den ehemaligen Lotus Chef Dany Bahar, hatten die Malaysier vergangenen Monat geschasst.

Volkswagen arbeitet mit DRB-Hicom bereits bei der Produktion des VW Passat für den malaysischen Markt zusammen. Zuletzt hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass Volkswagen ein neues Angebot für den Lotus-Mutterkonzern Proton vorbereite. Vor fünf Jahren war eine Übernahme bereits gescheitert. Mit einer Übernahme könnte Volkswagen seine Präsenz auf dem südostasiatischen Markt ausbauen.

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