Übernahmehunger
Gaz de France will bei Stadtwerken Leipzig einsteigen

Der französische Versorger Gaz de France (GDF) steht vor einem Einstieg bei den Stadtwerken Leipzig. Der Konzern soll für 520 Mill. Euro den Zuschlag für den zum Verkauf stehenden 49,9-prozentigen Anteil erhalten, wie die Stadt Leipzig und GDF am Mittwoch mitteilten. Noch ist die Transaktion aber nicht in trockenen Tüchern.

HB PARIS/FRANKFURT. Sie muss nun noch vom Stadtrat genehmigt werden. Dies soll in der Sitzung am 12. Dezember geschehen, wie Oberbürgermeister Burkhard Jung ankündigte. In dem Bieterverfahren lagen der Stadt nach eigener Auskunft vier Offerten vor. Interesse geäußert hatten unter anderem der Mannheimer Versorger MVV, EnBW und Vattenfall.

Oberbürgermeister Jung bezeichnete GDF als „exzellenten Partner für die Weiterentwicklung der Stadtwerke“. Das Geld für den Anteil solle die Finanzierung der öffentlichen Verkehrsbetriebe dauerhaft sicherstellen.

Die Stadtwerke Leipzig beschäftigen rund 2 400 Mitarbeiter und erzielten 2006 einen Umsatz von 1,7 Mrd. Euro. GDF ist nach eigenen Angaben in Deutschland seit 1976 durch die Gesellschaft Megal vertreten, die zum gemeinsamen Betrieb einer Erdgastransportleitung mit Ruhrgas gegründet wurde. Heute sei der Konzern hierzulande entlang der gesamten Erdgasversorgungskette vertreten. GDF hält unter anderem eine Beteiligung von 31,6 Prozent an dem Berliner Gasversorger Gasag.

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