Übernahmekampf
Engelhard kauft eigene Aktien teuer zurück

Der US-Spezialchemiekonzern Engelhard hat auch ein erhöhtes Übernahmeangebot von BASF abgelehnt - - ohne allerdings einen so genannten weißen Ritter in der Hinterhand zu haben.

HB FRANKFURT. Das amerikanische Unternehmen plant nun ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, um die Aktionäre auf ihre Seite zu ziehen. Die Aktien sollen zu einem deutlich höheren Preis zurückgekauft werden, als die Ludwigshafener den Engelhard-Anteilseignern bieten.

BASF hat das Angebot für Engelhard nach der Einsicht in nicht-öffentliche Unterlagen auf 38 von 37 Dollar je Aktie erhöht. Engelhard lehnt aber auch diese Offerte ab: Das neue Angebot trage der Leistung des Unternehmens und seinen Zukunftsperspektiven nicht ausreichend Rechnung.

Engelhard gab zudem bekannt, 26 Millionen eigene Aktien zu einem Preis von je 45 Dollar zurückkaufen zu wollen. Der Vorstand habe diese Maßnahme sowie der Fortführung der Geschäftsstrategie, die Kosteneinsparungen von jährlich 15 Millionen Dollar ab 2007 vorsieht, einstimmig zugestimmt. „Nach Abschluss des Prozesses hat der Vorstand beschlossen, dass die Rekapitalisierung die beste Wertschöpfungsoption darstellt und im besten Interesse der Engelhard-Aktionäre ist“, erklärte Engelhard-Chef Barry Perry.

Der Aktienrückkaufplan deutet darauf hin, dass das Bemühen des Engelhard-Managements um ein höheres Gegenangebot offenbar gescheitert ist. Schon am Vortag hatte es in Branchenkreisen geheißen, die Suche nach einem so genannten „weißen Ritter“, der die Offerte des BASF-Konzerns von 37 Dollar je Aktie mit einer höheren Gegenofferte aussticht, sei bislang zu keinem Ergebnis gekommen.

BASF hatte zuletzt vom US-Konzern zur Verfügung gestellte nicht öffentlich zugängliche Informationen prüft. Engelhard wollte mit den Unterlagen beweisen, dass die bisherige BASF-Offerte von 37 Dollar je Aktie das Unternehmen unterbewertet. Engelhard-Chef Perry hatte deutlich gemacht, dass der Konzern eine höhere BASF-Offerte in Betracht ziehen würde. Schon im Januar hatte BASF mitgeteilt, der Konzern wäre bereit, seine Offerte um einen Dollar je Aktie zu erhöhen, falls der Blick in die Bücher dies auch rechtfertige.

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