Übernahmekampf in der Bierbranche
Anheuser-Busch verklagt Inbev

Der Übernahmekampf um die US-Traditionsbrauerei Anheuser-Busch geht in die nächste Runde. Der US-Bierproduzent verklagt den belgisch-brasilianischen Wettbewerber und potenziellen Käufer Inbev.

HB NEW YORK. Anheuser-Busch wirft dem Konkurrenten vor, mehrfach falsche und missverständliche Angaben bezüglich des Übernahmeangebots über 65 Dollar je Aktie gemacht zu haben. Die Vorwürfe beziehen sich dabei vor allem auf die Finanzierung der Transaktion.

Wegen des gegenwärtigen Zustandes der Kreditmärkte werde Inbev nicht einfach einen Kredit über 40 Mrd Dollar ohne jedwede Auflagen erhalten, so wie er aber zur Finanzierung der Transaktion nötig sei, heißt es in der Klageschrift.

Zudem versucht der US-Brauereikonzern, die Bestrebungen von Inbev zu verhindern, das Board von Anheuser-Busch auszutauschen. Am Montag hatten die Belgier im Übernahmekampf den Druck auf Anheuser-Busch erhöht und den Austausch des Boards von Anheuser-Busch gefordert. Mit der so genannten "Consent Solicitation", die der US-Börsenaufsicht SEC vorgelegt werden sollte, wollte Inbev eigenen Aussagen zufolge außerdem den Aktionären von Anheuser-Busch die Möglichkeit geben, sich zum beabsichtigten Zusammenschluss der beiden Konzerne zu äußern.

In einer Pressemitteilung begründete Anheuser-Busch die jüngste Klage damit, dass sie den eigenen Anteilseignern helfen solle, mehr Informationen über das Übernahmeangebot von Inbev zu erhalten.

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