Übernahmekampf mit Schaeffler
Conti-Eigner fordert Preisaufschlag

Kurz vor einer wichtigen Sitzung des Aufsichtsrates am Mittwoch positionieren sich Investoren des Dax-Konzerns Continental zum Übernahmeplan des Familienunternehmens Schaeffler. Einer der führenden Kapitalanleger in Deutschland, der bei Conti investiert ist, lehnte das Angebot in Höhe von 69,37 Euro pro Aktie im Gespräch mit dem Handelsblatt ab.

DÜSSELDORF. „Das Angebot liegt deutlich unter dem Wert der Aktie und ist deshalb unbefriedigend. Ein fairer Preis muss über 80 Euro betragen“, sagte ein Manager des Kapitalanlegers.

Conti hatte bislang eine breit gestreute Anlegerstruktur, darunter viele institutionelle Investoren. Vorstand und Belegschaft hielten zuletzt etwa vier Prozent der Aktien. Schaeffler verfügt nach eigenen Angaben über Aktien und Optionen in Höhe von acht Prozent und ist sich sicher, über das Finanzinstrument der Cash Swaps mit Hilfe von Banken Zugriff auf weitere 28 Prozent zu haben. In Finanzkreisen hieß es gestern, die Franken hätten sich über ein Bankenkonsortium einen Kredit für die Conti-Übernahme gesichert.

Am Mittwoch berät der Conti-Aufsichtsrat über Schaefflers Übernahmeangebot. Vorstandschef Manfred Wennemer hatte es am Wochenende erneut abgelehnt und „einen angemessenen Preis plus Kontrollprämie“ verlangt. Wennemer sieht den Rat hinter sich – obwohl Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg Sympathie für Schaefflers Offerte gezeigt haben soll.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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