Übernahmekampf um Endesa
Acciona gilt als Sieger

Der spanische Mischkonzern Acciona geht aus dem lang anhaltenden Übernahmekampf um Endesa als klarer Sieger hervor.

MADRID. „Der Gigant Eon ist an einem kleinen spanischen Konzern gescheitert“, titeln die spanischen Wirtschaftmedien. Während die Deutschen als Verlierer abgestempelt werden, habe Acciona-Chairman José Manuel Entrecanales bei den seit Wochen laufenden Verhandlungen mit Enel und jetzt auch mit Eon das Maximum für das von seiner Familie kontrollierte Unternehmen herausgeholt.

„Entrecanales ist für sein großes Verhandlungsgeschick bekannt“, sagte Acciona-Geschäftsführer Juan Ramón Silva dem Handelsblatt. Bei einer erfolgreichen Übernahme von Endesa wird Entrecanales Chairman des größten spanischen Versorgers. An der Holding von Enel und Acciona, die Endesa bei einer erfolgreichen Übernahme kontrollieren wird, bekommen die Spanier zudem die Mehrheit, obwohl sie weniger Endesa-Aktien als Enel kaufen werden. Derzeit besitzen sie 21 Prozent. Das Ziel der Spanier ist es, aus Endesa den weltweit größten Anbieter von grünem Strom zu machen.

Aber noch kann das Unternehmen den Markt nicht von seinem Plan an der Seite von Enel überzeugen. In einer Analystenkonferenz stritt Acciona zwar ab, dass das Unternehmen seine Beteiligung an Endesa später verkaufen wolle. Aber in dem am 26. März ausgehandelten Vertrag mit Enel gibt es keine Klausel, die das verhindern könnte, kritisierten Analysten. Es gebe nur eine Verpflichtung, dass beide Unternehmen mindestens für drei Jahre das gemeinsame Management von Endesa übernehmen.

Schon in der zweiten April-Hälfte wollen Acciona und Enel den Börsenprospekt für das Übernahmeangebot bei der spanischen Börsenaufsicht CNMV einreichen. Wie angekündigt wird der Preis je Aktie mindestens 41 Euro betragen.

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