Übernahmekampf um Endesa
Börsenaufsicht bremst Eon-Rivalen aus

Die spanische Börsenaufsicht gibt dem Übernahmekampf des deutschen Energieriesen Eon um die spanische Endesa erneut eine überraschende Wendung: Sie verbietet den beiden Eon-Rivalen Acciona und Enel für die kommenden sechs Monate für das spanische Unternehmen zu bieten.

HB MADRID. Der angekündigte Vorstoß der Eon-Rivalen Enel und Acciona beim spanischen Stromversorger Endesa ist vorerst gestoppt worden. Die Madrider Börsenaufsicht (CNMV) untersagte es dem italienischen Versorger und dem spanischen Mischkonzern am Freitag, innerhalb des nächsten halben Jahres ein Übernahmegebot für Endesa zu lancieren. Dies werde erst von September an möglich sein, es sei denn Eon lasse sein Angebot fallen.

Zudem erhielt Eon die Erlaubnis, seine Offerte für Endesa zu verbessern. Der Düsseldorfer Konzern müsse dies bis zum Montag (26. März) beantragen. In diesem Fall werde die Annahmefrist bis zum 3. April verlängert. Das derzeit gültige Eon-Gebot für Endesa endet am Donnerstag, dem 29. März.

Enel und Acciona hatten zuvor überraschend eine gemeinsame Kaufofferte für Endesa in Aussicht gestellt. Das Angebot solle lanciert werden, falls es Eon bis zum Ablauf seines 41 Mrd. Euro schweren Angebots nicht gelinge, mindestens 50 Prozent des Aktienkapitals von Endesa auf seine Seite zu bringen.

Die Börsenaufsicht begründete den Ausschluss von Enel und Acciona damit, dass das spanische Wertpapiergesetz an diesem Punkt im Übernahmekampf neue Bieter verbiete. Das Gebot von Eon sei das einzig genehmigte. Die Ankündigung von Enel und Acciona, eine Offerte für Endesa zu prüfen, könne Eon bei seinem Übernahmeversuch schaden, teilte die CNMV weiter mit. Auch deshalb dürften neue Gebote für Endesa sechs Monate lang nicht vorgelegt werden.

Die Titel von Endesa wurden bereits am Morgen vom Handel ausgesetzt. Die Papiere werden am Montag wieder gehandelt, teilte die spanische Börsenaufsicht CNMV mit. Der Handel sollte so lange ausgesetzt werden, bis weitere Details zu den kursierenden Informationen bekannt werden, dass Endesa das Ziel unternehmerischer Handlungen der beiden Hauptaktionäre Acciona und Enel sei.

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