Übernahmen gehen weiter
Apax prüft Verkauf von Medizintechnik

Der Medizinsektor schickt sich an, auch 2007 eine Top-Adresse für Käufer und Verkäufer von Unternehmen zu bleiben. So macht sich jetzt mit der schwedischen Firma Mölnlycke offenbar ein weiterer Kandidat für einen Besitzerwechsel bereit.

FRANKFURT. Nach Informationen der britischen „Financial Times“ will die Beteiligungsgesellschaft Apax Partners den Hersteller von Wundpflastern und Krankenhausbedarf wie Chirurgen-Handschuhe und -Bekleidung im kommenden Jahr an die Börse bringen oder verkaufen. Die Rede ist von einer beachtlichen Bewertung von drei Mrd. Euro, was immerhin dem Vierfachen des für 2006 erwarteten Umsatzes von 753 Mill. Euro entspricht. Das schwedische Unternehmen wurde 2005 von Apax übernommen und ist in seiner heutigen Struktur erst zur Jahresmitte durch die Fusion mit den britischen Apax-Beteiligungen Regent Medical und Medlock Medical entstanden.

Apax und Mölnlycke wollten am Mittwoch zu den Plänen nicht Stellung nehmen. Fachleute aus der Finanzbranche gehen indessen davon aus, dass Apax aussteigen kann. Dass so schnell nach der Neuordnung bereits Exitpläne reiften, dürfte nicht zuletzt mit dem regen Transaktionsgeschehen und den attraktiven Preisen in diesem Teil der Gesundheitsbranche zusammenhängen. Mitte des Monats erwarb ein Konsortium von Finanzinvestoren den amerikanischen Implantat- und Medizintechnik-Konzern Biomet für knapp elf Mrd. Dollar oder das Fünffache des Umsatzes. Anfang 2007 kaufte der Finanzinvestor Montagu die Firma BSN Medical, eine gemeinsame Tochter von Beiersdorf und der britischen Smith & Nephew. BSN Medical hat unter der neuen Regie ihrerseits Zukäufe angekündigt.

Branchenexperten sehen unterdessen bei einem Verkauf von Mölnlycke Finanzinvestoren abermals an vorderster Front der Interessenten. „Diese Investoren sind derzeit extrem scharf auf alles, was mit Medizintechnik zu tun hat“, heißt es.

Interessant sind die Hersteller von medizinischen Geräten und Verbrauchsprodukten unter anderem, weil in diesem Bereich weniger regulatorische Hürden als zum Beispiel im Pharmageschäft zu meistern sind – sowohl was die Produktzulassung als auch was die Preisgestaltung angeht. Zudem bietet die Branche in vielen Bereichen offenbar noch erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Renditen.

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