Übernahmen im Blick
Qiagen steigert Gewinn durch neue Produkte

Das deutsch-niederländische Biotechunternehmen Qiagen hat im vierten Quartal 2005 dank neuer Produkte einen gesteigerten Umsatz und Gewinn erzielt.

rtr FRANKFURT. Für das laufende Jahr erwartet der deutsch-niederländische Konzern einen Gewinnanstieg von bis zu 20 Prozent. Dabei will Qiagen nach Worten von Vorstandschef Peer Schatz sein Wachstum auch mittels Übernahmen ankurbeln.

Das Geschäft im vierten Quartal sei sehr stark gewesen, insbesondere in der zweiten Hälfte, sagte Schatz am Montag. Der Gewinn je Aktie bereinigt um Akquisitions- und Integrationsaufwendungen sei um 18 Prozent auf 0,13 Dollar geklettert und lag damit einen Cent über der Analystenprognose von 0,12 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 104,3 Mill. Dollar von 95,5 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. „Getragen wurde das Wachstum von einer steigenden Nachfrage unserer Produkte in der pharmazeutischen Industrie und der molekularen Diagnostik“, sagte Schatz. Qiagen habe im vergangenen Jahr über 50 neue Produkte auf den Markt gebracht, die zu einem Anteil am Umsatzwachstum von vier Prozent beigetragen hätten. Qiagen macht rund 46 Prozent seines Umsatzes in den USA. Die Firma ist einer der weltweit führenden Hersteller von Analysezubehör für die Gen- und Proteinforschung. Den größten Umsatzanteil erwirtschaftet Qiagen mit Produkten für die Reinigung von Nukleinsäuren.

Für das Gesamtjahr wies Qiagen einen Umsatzanstieg von fünf Prozent auf 398,4 Mill. Dollar aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 18 Prozent auf 0,46 Dollar. Für 2006 stellte Qiagen einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 0,52 und 0,55 Dollar in Aussicht. Der Umsatz solle zu konstanten Wechselkursen um 13 bis 16 Prozent steigen. „Wir schauen auch nach Akquisitionen als einer Wachstumsquelle“, sagte Schatz. Zuletzt hatte Qiagen das Reagenzien-Geschäft des Hamburger Wettbewerbers Eppendorf übernommen. Für 2006 und 2007 erwartet Qiagen daraus Umsatzbeträge.

Die im Technologieindex TecDax notierte Qiagen-Aktie war am Montag mit einem Plus von rund einem Prozent auf 10,39 Euro aus dem Handel gegangen.

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