Übernahmeofferte von Sanofi
Aventis kämpft vor Gericht weiter

Im Abwehrkampf gegen Sanofi zieht der deutsch-französische Pharmakonzern Aventis vor Gericht. Die börsenaufsichtliche Zulassung der feindlichen Übernahmeofferte des kleineren Rivalen soll angefochten werden.

HB STRASSBURG. Aventis strebt an die Entscheidung der Börsenaufsicht AMF vor dem Berufungsgericht in Paris für ungültig erklären zu lassen, teilte Aventis am Freitag mit. Nach Einschätzung eines Aventis-Sprechers kann es drei Monate dauern, bis das Gericht ein Urteil fälle. Solange das Verfahren andauere, könne die Offerte nicht zu einem Abschluss gebracht werden. Bei Sanofi war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Sanofi hatte Ende Januar eine Übernahmeofferte im Volumen von damals rund 48 Mrd. € für den - gemessen am Umsatz - etwa doppelt so großen Konkurrenten vorgelegt. Das Management der erst 1999 aus der Fusion zwischen Rhone-Poulenc und Hoechst entstandenen Aventis hat die Offerte bereits mehrfach als zu niedrig zurückgewiesen.

„Der Schritt ist durch die starke Entschlossenheit von Aventis motiviert, die Interessen des Unternehmens und seiner Aktionäre und Beschäftigten zu schützen“, hieß es in der Mitteilung. In den nächsten 15 Tagen solle das Gericht detaillierte Unterlagen erhalten.

Sanofi plant die offiziellen Angebotsunterlagen am Montag zu veröffentlichen. Das Angebot soll ab Dienstag laufen. Aventis hat nach Veröffentlichung der Unterlagen dann fünf Tage Zeit, eine Stellungnahme abzugeben. Bei einem Zusammenschluss der beiden größten Arzneimittelfirmen Frankreichs entstünde ein Pharmariese, der weltweit Rang Drei der Branche belegen würde.

Die Aventis-Aktie lag an der schwächer tendierenden Pariser Börse 0,8 % im Minus, Sanofi-Papiere verloren 0,18 %.

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