Übernahmeofferte
WMF-Aktionäre lassen Finanzinvestor abblitzen

Der Finanzinvestor Capvis, der mehr als die Hälfte der Anteile am Besteckhersteller und Gastronomieausrüster WMF hält, hat sich bei den übrigen Aktionären eine Abfuhr geholt: Sie schlugen eine Capvis-Offerte zur Übernahme aller Anteile aus.

HB GEISLINGEN. „An den bisherigen Kapitalanteilen hat sich nichts geändert“, sagte ein WMF-Sprecher am Freitag im schwäbischen Geislingen. In der weiteren Angebotsfrist, die in der Nacht zum Donnerstag ausgelaufen war, habe Capvis nur Zehntelprozentpunkte zulegen können. Die Investorengruppe hatte den Großaktionären Deutsche Bank, Münchener Rück und W&W im Sommer ihre Anteile von zusammen 51,6 Prozent abgenommen. Der Streubesitz bei dem Traditionsunternehmen liegt nach Angaben des WMF-Sprechers weiterhin bei 11,5 Prozent.

Capvis hatte 19,05 Euro in bar je Stammaktie und 15,60 Euro je Vorzugsaktie geboten, was Vorstand und Aufsichtsrat als angemessen betrachteten. An der Börse werden die Papiere jedoch deutlich teuer gehandelt. Die Stämme notierten am Freitag in Stuttgart bei 24,65 Euro, die Vorzüge lagen bei 18,38 Euro.

Zu der mangelnden Akzeptanz des freiwilligen Übernahmeangebots dürfte auch der Widerstand der Fiba Beteiligungs GmbH beigetragen haben, die knapp 37 Prozent an WMF hält. Die vom österreichischen Anwalt Wolfgang Hochsteger geführte Investorengruppe hatte ein Aktien-Paket des ehemals dominierenden WMF-Altaktionärs Schuppli übernommen. Ein Verkauf der als langfristig eingestuften Beteiligung stehe nicht zur Diskussion, hatte Fiba klar gemacht.

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