Übernahmeschlacht: Banker schlagen Eon Beteiligung an Enel vor

Übernahmeschlacht
Banker schlagen Eon Beteiligung an Enel vor

Im Ringen um Endesa könnte der Energiekonzern Eon einem Magazinbericht zufolge versuchen, mit einer Beteiligung an dem italienischen Rivalen Enel doch noch die Oberhand zu gewinnen.

HB FRANKFURT. Die von Eon engagierte Investmentbank Goldman Sachs habe vorgeschlagen, dass Eon selbst am Markt bis zu 25 Prozent an Enel kaufen solle, um die Beteiligung als Faustpfand zu verwenden, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Samstag vorab ohne Angabe von Quellen. Eine Entscheidung im Vorstand solle noch in dieser Woche fallen. Der Ausgang sei offen. Eon und Goldman wollten den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters nicht kommentieren.

Eon könnte das Paket dem Plan zufolge dann etwa gegen die Enel-Beteiligung von 22 Prozent an Endesa eintauschen und die Italiener wieder zum Rückzug aus Spanien bewegen, berichtete „Der Spiegel“. Der italienische Strom- und Gas-Konzern war in der abgelaufenen Woche überraschend zum größten Endesa-Aktionär aufgestiegen und droht damit die 41 Milliarden Euro schwere Übernahme in Spanien durchkreuzen. Die Düsseldorfer Eon darf während der Laufzeit ihres Angebots an die Aktionäre von Endesa selbst keine Papiere des spanischen Übernahmeziels kaufen.

Eon hat die Übernahme unter zwei Bedingungen gestellt: mindestens 50 Prozent des Kapitals erwerben zu können und die Aufhebung des Stimmrechtsbeschränkung auf zehn Prozent auf der Hauptversammlung von Endesa Ende des Monats. Da der spanische Baukonzern Acciona weitere 21 Prozent an Endesa hält, muss Eon nach dem Einstieg von Enel um die Mehrheit auf dem Aktionärstreffen bangen. Einige Analysten halten das Vorhaben schon für gescheitert. Die spanische Zeitung „Expansion“ zitierte am Samstag den Personalvorstand von Eon, Christoph Dänzer-Vanotti, der auf einem Vortrag an einer Universität ein Fragezeichen hinter den Erfolg in Spanien gesetzt habe: „Es ist nicht sicher, dass das Ergebnis für uns befriedigend sein wird“, sagte er.

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