Übernahmeschlacht
Mittal bietet Mitte Mai offiziell für Arcelor

Der weltgrößte Stahlkonzern Mittal Steel will in einigen Tagen ein offizielles Übernahmeangebot für den luxemburgischen Stahlkonzern Arcelor vorlegen. Dann soll sich zeigen, wie die Aktionäre „wirklich denken".

HB FRANKFURT. Mittal bietet für Arcelor nach früheren Angaben 18,6 Mrd. Euro oder 28,21 Euro je Aktie. „Wir rechnen mit Mitte Mai. Dann wird sich zeigen, wie die Aktionäre trotz aller taktischer Winkelzüge von Arcelor wirklich denken,“ sagte Mittal-Verwaltungsratsmitglied Wilbur Ross der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe).

Der Mittal-Manager gab sich zuversichtlich. „Seit dem Bekanntwerden unseres Übernahmevorhabens ist der Marktwert beider Unternehmen um insgesamt zehn Mrd. Euro gestiegen. Seither haben beide Aktien nicht an Wert verloren“, sagte Ross. „Das ist in solchen Fällen sehr ungewöhnlich, denn normalerweise wird das kaufende Unternehmen von der Börse bestraft. Bei uns ist es nicht so, das ist ein klarer Vertrauensbeweis für die industrielle Logik der Transaktion.

Wilbur Ross äußerte sich auch zu Dofasco. Mittal könne die geplante Übernahme des Konkurrrenten Arcelor auch ohne den Weiterverkauf von Dofasco an Thyssen-Krupp stemmen. „Wir brauchen das Geld aus dem Verkauf nicht“, sagte das Mittal-Verwaltungsratsmitglied. Arcelor hatte seine Dofasco-Aktien kürzlich in eine Stiftung ausgelagert, um die Weitergabe des kanadischen Unternehmens an Thyssen-Krupp zu verhindern und damit das gesamte Übernahmevorhaben von Mittal zu durchkreuzen.

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