Übernahmeversuch
MAN könnte Scania-Angebot nachbessern

MAN ist offen für eine Aufstockung des Übernahmenangebotes für Scania. Dies bestätigte ein Unternehmenssprecher nach einem entsprechenden Zeitungsbericht. Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass MAN insbesondere den beiden Großaktionären, der schwedischen Finanzholding Investor und dem Autokonzern Vokswagen, „attraktivere“ Bedingungen anbieten will.

HB MÜNCHEN. Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern MAN schließt Veränderungen an seiner milliardenschweren Übernahmeofferte für den schwedischen Lastwagenhersteller Scania nicht aus. „Im Rahmen der sechswöchigen Frist bis Anfang November sind Änderungen möglich, und wir schließen diese nicht aus“, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitagabend in München und reagierte damit auf einen Bericht der Online-Ausgabe des „Wall Street Journal“ vom gleichen Tag. In Finanzkreisen wird erwartet, dass MAN sein Angebot für Scania über rund 9,6 Milliarden Euro wie in solchen Fällen üblich nachbessern könnte.

Spekulationen über angeblich geplante Sonderkonditionen für einzelne Aktionäre wies der MAN-Sprecher zurück. Ein solches Vorgehen sei aus rechtlichen Gründen nicht zulässig und auch nicht geplant.

In der Online-Ausgabe des Wall Street Journals wurde MAN-Chef Hakan Samuelsson mit den Worten zitiert, der Konzern wolle die Bedingungen für die beiden größten Scania-Aktionäre Volkswagen und die schwedische Finanzholding Investor „attraktiver“ machen. Beide hatten die Übernahme-Offerte von MAN über rund 9,6 Mrd. Euro zuvor ebenso abgelehnt wie der Scania-Aufsichtsrat. Ein MAN-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Auch Scania hat am Freitag jeden Kommentar dazu abgelehnt. Ein Unternehmenssprecher sagte in Stockholm, man habe der Ablehnung des ersten Angebots durch den Aufsichtsrat nichts hinzuzufügen.

Finanzkreise gehen aber davon aus, dass MAN seine Offerte nach der Veröffentlichung des Angebots am vergangenen Montag nachbessern könnte. Der MAN-Sprecher verwies lediglich auf Äußerungen Samuelssons, der deutlich gemacht habe, dass während der Sechs-Wochen-Frist, während der die Konditionen der Offerte diskutiert würden, „Flexibilität“ bestehe.

„Wir haben die Flexibilität, für diese beiden einige Veränderungen zu machen. Wir werden es attraktiver machen, und es gibt die Flexibilität, das zu tun“, sagte Samuelsson dem Bericht des „Wall Street Journals“ zufolge. „Es gibt Raum für Modifikationen, eine Verbesserung des Gebots“, zitierte ihn die Zeitung.

Dem Bericht zufolge sagte Samuelsson, über die neue Offerte, die ein „Paket“ für Volkswagen mit einer Zusammenarbeit im Vertrieb und bei Motoren beinhalte sowie möglicherweise einen höheren Bar-Betrag für Investor, solle innerhalb der Sechs-Wochen-Frist entschieden werden. Er werde weiterhin das Gespräch mit den großen Anteilseignern von Scania suchen, bekräftigte der MAN-Chef demnach.

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