Überprüfung
Siemens-Eisenbahngeschäft mit Russland stockt

Nach dem Führungswechsel bei der russischen Eisenbahn muss Siemens sich bei einem Milliarden-Auftrag zum Bau von Hochgeschwindigkeitszügen in Geduld fassen. Auf einem Treffen der europäischen Eisenbahn-Gesellschaften in St. Petersburg verlautete, dass nach dem Wechsel an der Bahnspitze alle Investitionsprojekte überprüft würden.

HB ST. PETERSBURG. „Ich glaube nicht, dass das Siemens-Projekt auf Eis gelegt ist. Es wird aber geprüft“, sagte der deutsche Bahnchef Hartmut Mehdorn dazu in St. Petersburg.

Die russische Bahn hatte auf der Hannover Messe im April im Beisein von Präsident Wladimir Putin 60 Hochgeschwindigkeitszüge für insgesamt 1,5 Milliarden Euro bei Siemens bestellt. Die Züge sollten nach dem Willen des damaligen russischen Bahnchefs Gennadi Fadejew in Russland montiert werden. Ursprünglich hieß es, Siemes wolle Ende 2007 den ersten Probezug für Russland fertig stellen.

Experten zweifelten die Ernsthaftigkeit des Geschäfts an, da Russland Jahrzehnte für den Bau eines Schienennetzes für Hochgeschwindigkeitszüge brauchen werde. Putin hatte im Juni Fadejew entlassen und seinen Vertrauten Wladimir Jakunin zum Chef der staatlichen Eisenbahn ernannt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%