Überraschend Zahlen vorgelegt
Aixtron hält 2004 Rückkehr in Gewinnzone für möglich

Der Aachener Anlagenbauer Aixtron hat für das kommenden Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone in Aussicht gestellt. Für das laufende Jahr hatte das im TecDax notierte Unternehmen zuvor seine Umsatzprognose nach unten korrigiert und rechnet wegen der Konjunkturflaute sogar mit einem Fehlbetrag. Die Aktie brach am Mittwoch zunächst ein, erholte sich jedoch im Handelsverlauf.

Reuters DÜSSELDORF. „Im kommenden Jahr ist die Rückkehr in die Gewinnzone möglich“, sagte Firmensprecher Claus Ehrenbeck am Mittwoch. Neben dem erhofften Konjunkturaufschwung würden neue Produkte für Impulse sorgen und sich die Kostensenkungen zunehmend positiv auswirken. Aixtron hatte im ersten Quartal des laufenden Jahres 100 Stellen abgebaut und beschäftigt nunmehr 400 Mitarbeiter.

Im ersten Halbjahr 2003 habe sich neben dem ohnehin eingetrübten Marktumfeld und der Konsolidierung bei verschiedenen Aixtron-Kunden die Lungenkrankheit SARS belastend ausgewirkt, sagte Ehrenbeck. 70 % des Geschäftes realisiere Aixtron in Asien. Im Frühjahr war SARS in Asien ausgebrochen und hatte bei vielen Konzernen zu einem teilweise erheblichen Einnahmerückgang geführt.

Aixtron hatte am Dienstag nach Börsenschluss mitgeteilt, der Vorstand erwarte auf Grund der anhaltend unsicheren Wirtschaftslage für 2003 nur noch einen Umsatz zwischen 90 und 95 Mill. € und unter dem Strich einen Verlust zwischen 13,5 und 15,2 Mill. €. Ursprünglich wollte der Hersteller von Anlagen zur Produktion von Verbindungshalbleitern Umsatzerlöse von 110 (Vorjahr 150,7) Mill. € erreichen und nach einem Fehlbetrag im ersten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone.

Für das erste Halbjahr 2003 wies das Unternehmen vor Wertberichtigung einen operativen Verlust (Ebit) von 11,9 (Vorjahr plus 15,7) Mill. € aus, nach Wertberichtigung von minus 21,0 Mill. €. Der Auftragsbestand wurde mit 53,5 (110,3) Mill. € beziffert.

Verbindungshalbleiter, die mit Aixtron-Anlagen hergestellt werden, werden bei Leuchtdioden (LED), in Mobiltelefonen und bei optischen Datenspeichern wie CD und DVD genutzt. Das Aachener Unternehmen hält einen Weltmarktanteil von 58 %.

Die Aktie, die zum Börsenstart um mehr als 13 % einbrach, notierte am Nachmittag mit 3,70 € noch 3,7 % im Minus.

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