Überraschendes Angebot
Conti lässt Finanzinvestor abblitzen

Zum ersten Mal ist ein großer deutscher Konzern aus dem Aktienindex Dax ins Visier von Private-Equity-Investoren geraten. Der Autozulieferer Conti wurde völlig überraschend von einem Finanzinvestor gefragt, ob Interesse an einem Übernahmeangebot bestehe. Für Conti war die Entscheidung klar.

HB HANNOVER. Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental teilte am Dienstag aber mit, er habe den nicht genannten Interessenten abblitzen lassen.

Ein Private-Equity-Investor habe Kontakt aufgenommen, um die Abgabe eines Übernahmeangebots zu prüfen, hieß es in der überraschenden Mitteilung. „Dieser noch in seinem sehr frühen Stadium befindliche Prozess wurde einvernehmlich beendet“, teilte Continental in Hannover mit. Von wem das Angebot stammt und um welche Summe es ging, wollte ein Konzernsprecher nicht sagen. An der Börse ist Continental mehr als 13 Mrd. Euro wert. Statt selbst übernommen zu werden, hatte Continental zuletzt mehrfach angekündigt, sich weiter massiv verstärken zu wollen.

Conti-Anleger zeigten sich von der Mitteilung vorübergehend elektrisiert. Die Aktie, die schon in den vergangenen Tagen deutlich zugelegt hatte, lag bis zu fünf Prozent im Plus. Am Nachmittag lag sie aber wieder knapp ein Prozent im Minus. Der Continental-Vorstand habe den vergeblichen Übernahmeversuch veröffentlicht, um aufkommenden Gerüchten auf dem Kapitalmarkt entgegenzuwirken, begründete das Unternehmen den ungewöhnlichen Schritt.

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