Übersicht der Beteiligungen
Piëchs Reich

Die Macht des Automanagers Ferdinand Piëch ist immens, seine Interessenverflechtungen sind offensichtlich. Der 69-Jährige wacht als Aufsichtsratsvorsitzender über den Volkswagen-Konzern und sitzt als einfaches Mitglied im Kontrollgremium des Sportwagenbauers Porsche. Ein Überblick, an welchen Unternehmen der Aufsichtsratsvorsitzende von VW, Ferdinand Piëch, beteiligt ist.

Als Machtbasis dienen dem Ingenieur, ein Mitglied des weitverzweigten Industriellenclans Porsche/Piëch, seine Beteiligungen an diversen Unternehmen. Die beiden Familien besitzen 100 Prozent der Stammaktien der Stuttgarter Porsche AG, davon sind 13,2 Prozent im Besitz von Ferdinand Piëch. Seit Herbst 2005 ist der Österreicher auch indirekt am VW-Konzern beteiligt. Porsche kaufte 21,2 Prozent der VW-Anteile und ist damit größter Einzelaktionär bei dem Wolfsburger Unternehmen. Erst kürzlich hatte VW mitgeteilt, dass die beiden Familien über die Ferdinand Porsche Privatstiftung und die Ferdinand Porsche Holding, beide mit Sitz in Salzburg, das gesamte Porsche-Aktienpaket an VW kontrollieren.

Der ehemalige VW-Chef ist ferner Mitinhaber der Salzburger Porsche Holding. Sie ist in vollständigem Besitz der beiden Familien; Piëch hält zehn Prozent der Anteile und sitzt im Aufsichtsrat des Unternehmens. Die Porsche Holding organisiert den Verkauf von VW-Fahrzeugen (VW, Audi, Skoda, Seat) in Österreich sowie in Osteuropa und ist nach eigenen Angaben das größte Autohandelshaus in Europa. Kritiker haben Piëch schon während seiner Amtszeit als VW-Chef vorgeworfen, dass er durch Insiderinformationen Vorteile für seine Salzburger Vertriebsgesellschaft herausholen könne.

Seit den Siebzigerjahren ist bei Porsche und der Porsche Holding kein Familienmitglied mehr in operativer Funktion tätig - als Lehre aus zahllosen Streitereien unter den Erben, die in den Firmen arbeiteten.

Seither ist die Mitwirkung der Familien auf die Aufsichtsgremien beschränkt. Dort herrscht strikte Parität zwischen den Stämmen Porsche und Piëch. Jeder Zweig entsendet die gleiche Zahl an Mitgliedern. Will ein Erbe seine Anteile verkaufen, muss er sie zuerst den restlichen Mitgliedern seines Zweiges anbieten. So ist dafür gesorgt, dass die Macht der beiden Familien erhalten bleibt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%