Industrie

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Uhrenhersteller: Swatch erwartet kräftiges Wachstum in China

Swatch will dieses Jahr in China kräftig wachsen. Sorgen, dass der chinesische Markt wegen eines Abschwungs für Luxusgüterhersteller unattraktiv werden könnte, teilt Swatch-Chef Nick Hayek nicht.

Swatch will in China wachsen. Quelle: dpa
Swatch will in China wachsen. Quelle: dpa

Swatch, der größte Hersteller Schweizer Uhren, hat für dieses Jahr ein Wachstum auf dem chinesischen Festland-Uhrenmarkt in Aussicht gestellt - trotz Sorgen, dass ein Abschwung in dem asiatischen Land den Ausblick für Luxusgüterhersteller trüben könnte.

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Der Markt wird 2013 um rund zehn Prozent wachsen, sagte Swatch-Chef Nick Hayek am Mittwoch in einem Telefoninterview, fügte aber an, dass das Wachstum auch darüber oder darunter liegen könne.

„Wir sehen ein sehr gutes Geschäft im mittleren und Einstiegssegment“ mit Marken wie Longines und Tissot, sagte Hayek. „Im High-end-Bereich könnte es ein bisschen weniger Umsatz geben, aber man kann auch nicht jedes Jahr um 50 oder 60 Prozent wachsen.“

Hayeks Prognose kommt einen Monat nach Bekanntgabe einer Verlangsamung des Exportwachstums Schweizer Uhren nach China auf 4,4 Prozent in den ersten elf Monaten 2012. 2011 waren die Lieferungen in das Land um 49 Prozent gestiegen, so Daten des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie.

Luxusgüter-Branche

Richemont, der zweitgrößte Luxusgüterhersteller der Welt, meldete am 21. Januar, dass sich das Asien-Pazifik-Geschäft in den drei Monaten bis Dezember abgekühlt hat. Abnehmendes Wachstum in China ist ein Problem für Luxusunternehmen. Chinesische Käufer sind für ein Viertel des weltweiten Luxusgüterumsatzes verantwortlich, so eine Studie von HSBC Global Research vom September.

Hayek sagte, er sehe „keinen Grund“, warum die Schweizer Uhrenindustrie dieses Jahr nicht ein „gesundes Wachstum“ erleben sollte. Swatch meldete am 10. Januar für 2012 einen Anstieg beim Bruttoumsatz von 14 Prozent - und erklärte, die ersten Tage des Januar zeigten ein „positives Wachstum“ an.

„Angesichts eines Wachstums von 20 Prozent bis 30 Prozent über die letzten Jahre in Hongkong und China zusammen könnte Hayeks Prognose als etwas konservativ angesehen werden und den Markt überraschen“, sagte Jon Cox, Leiter Research Schweiz bei Kepler Capital Markets in Zürich. Er schätzt, dass der chinesische Uhrenmarkt 2013 um 10 Prozent wachsen wird.

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