Uhrenhersteller
Swatch macht Schluss mit Tiffany

Wegen Vertragsbruch beendete der Schweizer Uhrenhersteller nun seine Partnerschaft mit Tiffany. Der US-Juwelier müsse sich nun auf Entschädigungsforderungen einstellen.
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ZürichDer weltgrößte Uhrenhersteller Swatch steigt aus der Kooperation mit dem New Yorker Juwelier Tiffany & Co aus. Swatch hatte sich in der Vergangenheit wiederholt negativ über die Zusammenarbeit mit der US-Nobelmarke geäußert. Der Schweizer Uhrenhersteller wirft Tiffany eine systematische Blockade und Verzögerung des gemeinsamen Geschäfts vor und verlangt eine Entschädigung für entgangene Gewinne.

Swatch und Tiffany hatten seit Frühjahr 2008 gemeinsam die Uhrenmarke Tiffany Watch Co Ltd. betrieben. Diese will Swatch jetzt innerhalb der nächsten zwei Jahre auslaufen lassen. Die von Swatch hergestellten Uhren des mittleren Preissegments werden sowohl in Swatch- und Tiffany-Geschäften als auch über Dritthändler vertrieben.

Finanziell dürfte Swatch aus der Beendigung der Zusammenarbeit kein großer Schaden erwachsen, glauben Analysten. Helvea-Analyst Alessandro Migliorini schätzt den jährlichen Umsatzbeitrag von Tiffany-Uhren auf unter 100 Millionen Franken (83 Millionen Euro).

Die Zusammenarbeit mit Tiffany habe das Potenzial des Geschäfts mit Uhren und Juwelen nicht wie erhofft ausschöpfen können, so Migliorini. Der lukrative Markt werde weiterhin weitgehend vom Genfer Konkurrenten Richemont dominiert, sagte der Analyst. Laut Kepler-Analyst Jon Cox dürfte die Nachricht Spekulationen über eine Zusammenarbeit von Swatch mit anderen Unternehmen aus der Juwelen-Branche neue Nahrung geben.

Anleger reagierten positiv auf die Aufkündigung der Zusammenarbeit. Die Swatch-Aktie lag zuletzt mit einem Minus von anderthalb Prozent an der Spitze des Schweizer Bluechip-Index SMI .

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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