Umbau
BASF setzt auf Wasserchemie

Neue Geschäftseinheit für BASF: Am 1. April geht die Sparte „Water, Oilfield and Mining Solutions“ an den Start. Im Zuge des Umbaus will BASF 215 Stellen streichen und ein Service-Geschäft in Frankreich verkaufen.
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FrankfurtBASF will seine Schlagkraft im Geschäft mit Wasser-, Ölfeld- und Bergbauchemikalien erhöhen. Dazu will der Chemiekonzern die Aktivitäten in einer neuen Geschäftseinheit bündeln und Produktion und Vertrieb besser verzahnen, wie BASF am Mittwoch mitteilte. Die neue Sparte Water, Oilfield and Mining Solutions soll am Stammsitz in Ludwigshafen angesiedelt werden und am 1. April an den Start gehen. Ein kleiner Teilbereich wird verkauft, im Zuge des Umbaus will das Unternehmen auch Stellen streichen.

Zu den wichtigsten Produkten in dem Geschäft zählen Polyacrylamid-Chemikalien, die etwa als Flockungsmittel zur Wasseraufbereitung in Kläranlagen eingesetzt werden. Solche Substanzen werden auch bei der Ölförderung genutzt und kommen bei der Weiterverarbeitung von Mineralien im Bergbau zum Einsatz. BASF gehört zu den führenden Unternehmen in diesem Geschäftsfeld und erzielte damit im Jahr 2011 rund 700 Millionen Euro Umsatz. Neuere Zahlen sind nicht verfügbar. Zu den Wettbewerbern zählen unter anderem die Chemiekonzerne Clariant aus der Schweiz, die amerikanische Dow Chemical und Kemira aus Finnland. Die Aktivitäten sind Teil des Segments Performance Chemicals, in dem BASF im vergangenen Jahr rund 3,62 Milliarden Euro umsetzte.

Im Zuge des Umbaus der Geschäfte will BASF 215 Stellen streichen - vor allem an den Standorten in Bradford und Grimsby in Großbritannien. „Die geplanten umfassenden Maßnahmen sind notwendig, um wieder wettbewerbsfähig zu werden“, sagte der Leiter des Bereichs Performance Chemicals, Hans Reiners. Der Konzern will in Europa und in Nordamerika in neue Verfahren investieren und Forschung und Entwicklung ausbauen. Die Schritte sollen bis spätestens Ende 2015 erfolgen.

In Frankreich plant BASF, sich vom Bereich Industrielles Wassermanagement mit Sitz in Lyon zu trennen. Dabei handelt es sich um ein Service-Geschäft mit 61 Beschäftigten, das unter anderem Wasserwerke vor Ort berät. Die Ludwigshafener wollen es an ein Unternehmen verkaufen, das in dem Feld aktiv ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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