Umbau
Sanierer übernimmt Führung von Teldafax

Die neuen Eigentümer des Billigstromanbieters Teldafax schaffen Tatsachen. Ab sofort hat in Troisdorf in ausgewiesener Sanierer das Sagen. Auf ihn wartet eine Menge Arbeit.
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Die Führung beim angeschlagenen Stromanbieter Teldafax wird von einem erfahrenen Sanierer übernommen. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, hat der Remscheider Sanierungsexperte Hans-Gerd Höptner einen Vertrag als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens unterschrieben. Höptner wird sich am Freitag der Öffentlichkeit vorstellen. Das Unternehmen wollte sich vorher auf Anfrage nicht zu der Personalie äußern.

Höptner eilt als Sanierer ein erstklassiger Ruf voraus. Der 69jährige ist kein Energieexperte, hat aber so viel Erfahrung mit der Stabilisierung von schiefliegenden Unternehmen wie kaum ein anderer. Weit mehr als 20 Firmen hat Höptner saniert. Er begleitete die Restrukturierung des Küchenherstellers Alno, war beim Unterwäschehersteller Schiesser aktiv und half dem Autowaschanlagenbetreiber Washtec. In seiner Freizeit ist Höptner ehrenamtlich für die Wählergruppe Remagen aktiv. Der promovierte Maschinenbauingenieur ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Höptners Einsatz bei Teldafax wird nötig, weil die neuen Eigentümer des Unternehmens den bisherigen Vorstandsvorsitzenden, Klaus Bath, in dieser Woche seines Amtes enthoben haben. Die Finanzinvestoren Sigma Citation Strategies und CPA Invest haben Teldafax für 3,9 Millionen Euro übernommen und wollen das Unternehmen retten. Teldafax, der größte unabhängige Stromanbieter Deutschlands, ist derzeit in schweren Turbulenzen. Kunden beschweren sich massenhaft über falsche Rechnungen und einbehaltene Guthaben, Netzbetreiber haben Teldafax mehrfach wegen Zahlungsverzug abgeschaltet und die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung.

Sönke Iwersen
Sönke Iwersen
Handelsblatt / Leiter Investigative Recherche

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  • Es ist festzustellen, dass bei TDF vieles im Argen ist. Die Verordnungen und Gesetze werden nach der Rosinentaktik angewendet: was konveniert, wird akzeptiert. Kunden, die anfragen oder sich beschweren, werden i.d.R. totgeschwiegen. Die Debitoren-Buchhaltung scheint auf uraltem Stand zu sein, da vielfach Jahresschluss- oder Endabrechnungen nicht auch die tatsächlich gezahlten Abschläge zeigen. Es besteht bei mir ein Debet über rd. 150 € nach einem Versorgerwechsel seit Oktober 2010. Obwohl von neutraler Seite vorgerechnet, besteht keine Chance der Anerkennung des Anspruchs, weil man offensichtlich keine klaren Überblicke über die Kontenbuchhaltung hat. Sonderabschläge wurden zweimal kassiert von zwei Konten und mit unterschiedlichen Benennungen, jedoch nur eunmal zurückgezahlt. Man findet es jedoch nicht. Beim zweiten Zähler wurd das gesetzliche Sonderkündigungsrecht ingnoriert nach Preiserhöhung, indem meine fristgerechte Kündigung sowie die Online-Kündigung durch den neuen Anbieter unterbunden wurde. Etc. Etc. Etc.

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