Umbau von Vertrieb und Produktion in Deutschland
Astra-Zeneca streicht hunderte Stellen

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astra-Zeneca will Produktion und Vertrieb in Deutschland umbauen. Dadurch sind bis zu 950 Arbeitsplätze hier zu Lande bedroht. Das sind 41 Prozent der für den Konzern derzeit in Deutschland arbeitenden 2300 Mitarbeiter.

HB FRANKFURT. Astra-Zeneca habe im Vertrieb in Deutschland mit Überkapazitäten im Allgemeinarztgeschäft zu kämpfen, erläuterte der Konzern am Donnerstag in Wedel. „Unerwartet konnten in den letzten Jahren einige wichtige Produktentwicklungen nicht auf den deutschen Markt gebracht werden“, erklärte Mark Fladrich, Geschäftsführer von Astra-Zeneca Deutschland. Zudem macht dem Unternehmen die Konkurrenz durch Generika zuschaffen. Im Zuge einer Neuorganisation würden voraussichtlich 500 bis 550 Arbeitsplätze im Vertrieb und zentralen Unternehmensfunktionen wegfallen, kündigte das Unternehmen an.

Darüber hinaus will sich Astra-Zeneca von seiner Produktionsstätte in Plankstadt in Baden-Württemberg trennen und diese entweder schließen oder verkaufen. Die Ausgliederung solle bis Ende 2009 erfolgen. Von diesem Schritt seien weitere 400 Beschäftigte betroffen, die dort in der Wirkstoffreinigung, Fertigung und Verpackung tätig sind. Die zweite Produktionsstädte in Wedel in Schleswig-Holstein solle dagegen beibehalten werden. Die Maßnahme ist Teil eines weltweiten Sparprogramms, das Anfang Februar angekündigt wurde und den Abbau von weltweit 3000 Stellen der rund 64 000 Stellen bei Astra-Zeneca nach sich ziehen soll.

Der britisch-schwedische Arzneimittelhersteller ist mit einem Jahresumsatz von 26,5 Mrd. Dollar die weltweite Nummer Fünf der Branche. Das Management um Konzernchef David Brennan hatte im Februar erklärt, Astra-Zeneca sowie auch die ganze Branche stehe in nächster Zeit vor Herausforderungen wie unter anderem dem Ablauf von Patenten und dem Preisdruck von Seiten der Regierungen.

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