Umbaupläne

Daimler will mehr Autohäuser verkaufen als bisher bekannt

Der Autobauer Daimler setzt bei mehr Autohäusern und Werkstätten den Rotstift an als bisher bekannt. Zugleich kommt das Unternehmen den betroffenen Mitarbeitern entgegen. Damit ist der Umbau aber nicht abgeschlossen.
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Ein Daimler-Mitarbeiter im außereuropäischen Ausland: Der Autokonzern will Standorte verkaufen. Quelle: Reuters

Ein Daimler-Mitarbeiter im außereuropäischen Ausland: Der Autokonzern will Standorte verkaufen.

(Foto: Reuters)

StuttgartIm Streit über den Umbau des Vertriebs hat sich Daimler mit dem Betriebsrat auf Eckpunkte verständigt. Demnach soll ein Sozialplan und ein Interessenausgleich für Mitarbeiter erarbeitet werden, die den Autobauer im Zuge der Neuordnung verlassen. Die 33 konzerneigenen Niederlassungen sollen in regionale Verbünde zusammengefasst werden. Von den 158 Standorten sollen 56 verkauft werden, wie eine Sprecherin am Dienstag erläuterte. Bislang war lediglich von 36 Verkäufen die Rede. Daimler werde in den nächsten Jahren 500 Millionen Euro in die Standorte investieren, kündigte Vertriebsvorstand Ola Källenius in Berlin an, „Dies ist ein klares Bekenntnis zum konzerneigenen Vertrieb, der nachhaltig gestärkt und wettbewerbsfähig gemacht wird.“

Die Niederlassungen sollen ab Anfang nächsten Jahres zusammengefasst werden. Dabei will der Stuttgarter Konzern den Vertrieb von Autos und Nutzfahrzeugen strikt trennen. Von den geplanten Veräußerungen sind nach früheren Angaben des Betriebsrates mehr als 1500 Beschäftigte betroffen. Insgesamt 340 Stellen sollen demnach abgebaut werden. Daimler wollte sich dazu nicht äußern.

Über den Umbau des Vertriebs mit insgesamt 15.000 Mitarbeitern sprechen Management und Betriebsrat schon seit einem Jahr. In seiner jetzigen Form ist der unternehmenseigene Vertrieb nach Darstellung von Daimler nicht wettbewerbsfähig. Der Konzern hat sich vorgenommen, den Gewinn in der Pkw-Sparte auf zehn Prozent vom Umsatz zu steigern. Von dieser Größenordnung, die die Rivalen BMW und Audi schon erreicht haben, waren die Schwaben im vergangenen Jahr mit 6,5 Prozent noch weit entfernt. Analysten kritisieren, Mercedes gebe mehr für den Vertrieb aus als die Konkurrenz.

  • rtr
  • dpa
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