Umbenennung vor Verkauf
Linde-Stapler heißen künftig Kion

Der Wiesbadener Linde-Konzern wird seine Gabelstapler-Sparte künftig unter der neuen Dachgesellschaft Kion Group führen. Linde selbst wird nach der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC voraussichtlich unter dem Namen Linde Group firmieren.

HB DÜSSELDORF. Nach Informationen des Handelsblatts werden werden die drei Marken Linde, Still und OM Pimespo künftig unter der Holding Kion Group geführt. Ein Linde-Sprecher wollte dazu keinen Kommentar geben. Die „Financial Times Deutschland“ meldete vorab, Chef der geplanten Kion GmbH werde Linde-Vorstand Hubertus Krossa. Linde wird am Mittwoch die neue Struktur des Konzerns nach der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC vorstellen.

Der Linde-Konzern selbst werde demnächst unter dem Namen Linde Group firmieren, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Kreise. Die Linde-Konzernzentrale soll Branchenkreisen zufolge von Wiesbaden nach München verlegt werden.

Linde wird durch die Übernahme von BOC der weltweit größte Anbieter von Industriegasen mit einem Umsatz von über zehn Mrd. Euro und überholt den bisherigen Spitzenreiter Air Liquide aus Frankreich. Die intern Material Handling genannte Sparte für Gabelstapler und Lagertechnik wird abgespalten und entweder an die Börse gebracht oder verkauft, um einen Teil des Kaufpreises für BOC wieder einzufahren. Nach Analystenschätzungen könnte ein Verkauf der Sparte rund drei Mrd. Euro bringen.

Die neue Kion Group kommt mit einem Umsatz von 3,2 Mrd. Euro weltweit auf einen Marktanteil von 19 Prozent und liegt damit hinter dem Marktführer Toyota, der in dieser Sparte auf 21 Prozent kommt. Linde-Chef Wolfgang Reitzle hat der Sparte Gabelstapler in den vergangenen Jahren einen harten Sanierungskurs verpasst. Dadurch ist das Ergebnis der Sparte kräftig gestiegen und lag im vergangenen Jahr bei knapp 200 Mill. Euro.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat die mit dem Verkauf der Staplersparte beauftragte Schweizer Bank Credit Suisse mittlerweile erste Unterlagen hierzu an Interessenten verschickt. Als potenzielle Kandidaten waren in Finanzkreisen unter anderem die Beteiligungsgesellschaften CVC, Blackstone, BC Partners und ein Konsortium aus KKR und der Investmentbank Goldman Sachs genannt worden. Die Sparte gilt für Private-Equity-Gesellschaften in Deutschland als die größte Transaktion des Jahres.

Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ebenso wie Linde ab. Auch die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete, dass Credit Suisse den Startschuss für den Verkauf der Gabelstaplersparte gegeben habe.

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