Umfangreicher Stellenabbau
GPC Biotech setzt auf Krebsmedikamente

Das Martinsrieder Biotechunternehmen GPC Biotech will sich zukünftig verstärkt auf die Entdeckung und Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente konzentrieren, um den Aufbau der eigenen Medikamentenpipeline zu beschleunigen.

HB FRANKFURT. Durch den in diesem Zusammenhang eingeleiteten umfangreichen Konzernumbau werde die Mitarbeiterzahl um rund ein Fünftel reduziert werden, teilte GPC Biotech am Donnerstabend mit. Vom Stellenabbau seien Mitarbeiter in Deutschland und den USA betroffen, die im Bereich der frühen Technologieplattform beschäftigt seien. Derzeit hat das im TecDax gelistete Unternehmen 200 Mitarbeiter.

„Diese Restrukturierung ist ein Bestandteil der bestehenden Strategie, das Unternehmen verstärkt auf die Entdeckung und Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente auszurichten,“ sagte Firmenchef Bernd Seizinger. Dadurch solle der Aufbau einer umfassenden Medikamentenpipeline beschleunigt werden. Durch den Umbau erwarte GPC ab dem Jahr 2004 jährliche Einsparungen von bis zu fünf Mill. €. Die frei werdenden Finanzmittel sollen in den Ausbau der eigenen Medikamentenpipeline mit Arzneimitteln gegen Krebs wieder investiert werden.

Ziel sei es, „vielversprechende“ Arzneimittelkandidaten in die klinische Entwicklung sowie durch die Zulassung zu bringen und die Foschungsprogramme auch durch Einlizenzierung weiterer Substanzen weiter aufzustocken.

GPC hatte erst kürzlich den Beginn der Zulassungsstudie für das Prostatakrebsmittel Satraplatin bekannt gegeben. Bislang hat das Verlust schreibende Unternehmen noch keinen eigenen Wirkstoff auf den Markt gebracht und ist auf Erlöse aus Kooperationen etwa mit dem Pharmakonzern Altana angewiesen. Nach früheren Angaben rechnet GPC mit jährlichen Spitzenumsätzen von mehr als 500 Mill. Dollar für Satraplatin, dessen Marktstart für 2007 anvisiert ist. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte GPC ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (Fast-Track) für das Mittel zur Behandlung von Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs, bei der eine Chemotherapie erfolglos war, zugebilligt.

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