Umsatz 2003 wird sinken
Mustang verlegt Produktion nach Asien

Jeanshersteller Mustang will künftig verstärkt in Asien und nicht mehr in Ungaran, Russland oder Polen produzieren. „Ungarn ist viel teurer als China“, begründete Mustang-Chef Heiner Sefranek die Entscheidung.

HB STUTTGART. Neben Asien soll künftig auch in Pakistan, Indien oder Bangladesh produziert werden, sagte Sefranek weiter. Mit diesen und anderen Maßnahmen will die Mustang Gruppe 2003 wieder schwarze Zahlen schreiben. Im Vorjahr sei ein ausgeglichenes Ergebnis knapp verpasst worden. Nähere Angaben machte das Familienunternehmen nicht.

2002 konnte Mustang den Umsatz mit 136 Mill. Euro fast auf Vorjahreshöhe halten. Der Umsatz in diesem Jahr werde allerdings sinken. Im ersten Halbjahr 2003 gab es ein Umsatzminus von 11 Prozent auf 60,5 Mill. Euro. Der Grund liege im Umsatzrückgang im Handel und den Abbau der Lagerhaltung in den Geschäften. Auch der Verkauf der klassischen 5-Pocket-Jeans sei rückläufig, sagte Sefranek. Allerdings nehmen extrem modische Jeans zu.

Mustang hat auch wegen der Kaufzurückhaltung der Konsumenten und des Wegfalls der Lizenz für Joop-Jeans bis zum 30. Juni die Zahl der Mitarbeiter von 1 418 auf 1 297 abgebaut. Das Unternehmen aus Künzelsau (Hohenlohekreis) hält sich aber für die Zukunft gut gerüstet. Der Abbau bei variablen- und Fixkosten habe die Gruppe für den Wettbewerb fit gemacht. Außerdem will der Jeansproduzent künftig mit zwölf so genannten Flash-Kollektionen zusätzlich zu den normalen Kollektionen noch flexibler auf die immer schneller werdenden

Nachfrageveränderungen im Handel reagieren. Außerdem will Sefranek die Zahl der eigenen Mustang-Läden ausbauen. Heute gibt es 23 in Frankreich, 16 in der Schweiz und 7 in Deutschland. In Frankreich will Mustang die Zahl der Läden auf 100 bis 120, in Deutschland auf etwa 40 bis 50 erhöhen.

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