Umsatz 2006
Melitta sucht neue Märkte

Die Melitta Gruppe hat 2006 das stärkste Umsatzwachstum des vergangenen Jahrzehnts erzielt. Trotzdem erwägt die Gruppe Zukäufe, möglicherweise in einem neuen Geschäftsfeld. Denn in vielen Geschäftsfeldern von Melitta entwickeln sich die Märkte ausgesprochen mickrig.

HB MINDEN. Für das laufende Jahr werde ein Wachstum von drei bis fünf Prozent erwartet, sagte der geschäftsführende Gesellschafter des Kaffeerösters und Herstellers von Haushaltsprodukten („Swirl“, „Toppits“), Stephan Bentz, am Dienstag in Minden. Im ersten Quartal 2007 legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 280 Mill. Euro zu, die Ergebnisse lägen deutlich über dem Vorjahr. Genaue Angaben macht das Unternehmen dazu traditionell nicht. Die Gruppe erwägt Zukäufe, möglicherweise in einem neuen Geschäftsfeld.

Mit einigen Produkten tritt Melitta laut Bentz auf schrumpfenden Märkten an. „Wir müssen darüber nachdenken, ob wir mit dem internen, organischen Wachstum auskommen.“ Eine Akquisition sei denkbar in Europa oder den USA. Außerdem wolle Melitta die Fast-Food-Kette McDonalds in den USA mit Profi-Kaffeeautomaten beliefern.

2006 hatte Melitta den Umsatz um 8,6 Prozent auf 1,209 Mrd. Euro gesteigert. Erfolgreich sei das Kaffeegeschäft in Brasilien und Deutschland gewesen, in Deutschland stieg der Kaffeeumsatz um 13 Prozent. In Brasilien gab es nach dem Kauf eines Kaffeerösters ein Plus von 20 Prozent. Filtertüten legten in den Überseemärkten zu, in Europa war das Geschäft rückläufig. Der Umsatz mit Staubfilterbeutel gab um drei Prozent nach, allerdings sei der Trend zu beutellosen Staubsaugern gebremst. Die Sparte Melitta Haushaltsprodukte Europa musste einen Umsatzrückgang um 1,6 Prozent auf 438 Mill. Euro hinnehmen.

Melitta hatte Mitte 2006 ein Sparprogramm von gut 40 Mill. Euro für die unter Druck stehende Sparte Haushaltsprodukte aufgelegt. Ergebniseffekte werde es erst 2008 geben. Die Mitarbeiterzahl sank weltweit um vier Prozent auf 3283 Beschäftigte. In Deutschland gab es einen Rückgang um sieben Prozent auf 1883 Mitarbeiter. Ende 2006 war bekannt geworden, dass Melitta sich auf das Kerngeschäft mit Kaffee und Haushaltsprodukten konzentrieren will. Der 26-Prozent-Anteil an Europas größtem Fruchtsafthersteller Eckes-Granini wurde verkauft.

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