Umsatz bei Nutzfahrzeugen steigt
MAN hat Stellenabbau beendet

"Der Umsatz von MAN-Nutzfahrzeugen liegt zum Halbjahr um rund 10% über dem Vorjahr", sagte der designierte Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson in einem heute vorab veröffentlichten Interview mit dem Magazin "WirtschaftsWoche". Er erklärte dem Magazin außerdem, dass der geplante Stellenabbau in deutschen Werken im Bereich Nutzfahrzeuge beendet sei.

HB MÜNCHEN. „Der Abbau, den wir geplant hatten, ist beendet“, sagte Samuelsson. Die Werke in Polen und der Türkei verschafften MAN spürbare Kostenvorteile gegenüber Wettbewerbern. Wichtige Fertigungsbereiche sollten auf Dauer in Deutschland bleiben. Im ersten Halbjahr habe die Sparte ein Umsatzplus von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbucht. Neben der Fahrgestellfertigung für Busse und der Lastwagen-Fertigung sollten auch Entwicklung, Vertrieb und Endmontage in Salzgitter angesiedelt bleiben, sagte Samuelsson. Dennoch werde die Produktivität weiter steigen.

„Wenn die Konjunktur wie erwartet anzieht, werden wir unsere Produktivität ohne Stellenabbau weiter verbessern. 2003 haben wir den Aufwand pro Fahrzeug um fünf Prozent gesenkt, und das werden wir auch 2004 wieder schaffen - ohne Abbau.“ MAN hatte in seiner Nutzfahrzeugsparte in den vergangenen drei bis vier Jahren rund 4000 Stellen abgebaut, den größten Teil davon in Deutschland. Zum Jahresende 2003 hatte die Sparte rund 34 000 Beschäftigte. Samuelsson erwägt auch eine Verlängerung der Arbeitszeiten in Teilbereichen. Mehrarbeit bei gleichem Lohn sei dort ein Thema, wo radikal ein Standort verbessert und rasch Kostennachteile wettgemacht werden müssten. „Bei MAN sind das vor allem der Druckmaschinen- und Dieselmotorenbereich, 40 statt 35 Stunden pro Woche bringen sofort eine Verbesserung um etwa zehn Prozent“, sagte Samuelsson. Zuvor hatte bereits der zum Jahresende scheidende MAN-Chef Rudolf Rupprecht erklärt, dass ein weiterer Stellenabbau in dem Unternehmen drohe, wenn sich die Beschäftigten nicht zu flexibleren Arbeitszeiten bereit erklärten.

Den Absatz von Lastwagen will MAN nicht über Preissenkungen ankurbeln. „Durch die steigende Nachfrage hat sich die Preissituation ein wenig entspannt, die Preiswaffe einzusetzen, wäre nun das falsche Signal.“ MAN wachse jetzt mit dem Markt, wolle aber mittelfristig Marktanteile gewinnen.

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