Umsatz blieb auf Niveau des Vorjahreszeitraums
Henkel klebt am Erfolg

Der Konsumgüterhersteller Henkel hat trotz leicht gesunkener Umsätze die Analysten-Erwartungen für den operativen Gewinn im dritten Quartal dank seines Sparprogramms genau getroffen. Gute Zahlen kamen vor allem aus dem Bereich Klebstoffe. Weitere Wachstumsimpulse würden im vierten Quartal von Produkteinführungen ausgehen. Die bekannten Ziele aller Sparten im Gesamtjahr wurden bestätigt.

HB DÜSSELDORF. Der durch Marken wie Persil oder Pritt bekannte Düsseldorfer Konzern sieht sich im Gesamtjahr beim Gewinn zwar ebenfalls auf Kurs, könnte wegen der Konsumschwäche sein selbstgestecktes Ziel einer Umsatz-Steigerung von vier Prozent aber verfehlen.

„Die Henkel-Gruppe hat sich in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld gut behauptet und entwickelt sich erfolgreich weiter“, sagte Konzernchef Ulrich Lehner bei der Vorstellung des Quartalsergebnisses am Montag in Wien. Henkel müsse seine Geschäfte aber weiter „optimieren, um unsere Ertragskraft dauerhaft zu stärken“. Im laufenden Jahr will Henkel rund 40 Mill. € durch Restrukturierungen einsparen, im kommenden Jahr sollen es rund 50 Mill. € sein. Angaben über einen möglicherweise mit den Sparmaßnahmen verbundenen Stellenabbau wollte Lehner nicht machen.

Das Unternehmen konnte im dritten Quartal seinen Überschuss um 13,1 Prozent auf 121 Mill. Euro steigern. In allen Sparten wurde das Betriebsergebnis gesteigert. Das Betriebsergebnis (Ebit) habe im dritten Quartal bei 172 (Vorjahr 160) Mill. € gelegen. Der Umsatz sei leicht auf 2,371 (2,374) Mrd. € zurückgegangen. Den höchsten operativen Gewinnanstieg erzielte dabei die Klebstoffsparte. Hier stieg das Betriebsergebnis um mehr als ein Viertel. Auch bei den Erlösen belegte die Sparte den Spitzenplatz unter den vier Unternehmensbereichen: Der Umsatz kletterte um 3,1% auf 351 Mill. Euro. Die Marke Pritt und andere Büroartikel seien zum Schuljahresbeginn Renner gewesen. In den ersten neun Monaten konnte der Konzern das Ebit insgesamt auf 520 (490) Mill. € steigern.

Nummer zwei beim Gewinnwachstum war im dritten Quartal der Bereich Henkel Technologies. Hier nahm das Ebit um 15 % auf 42 Mill. Euro zu. Der Umsatz ging währungsbedingt um 0,7% auf 665 Mill. Euro zurück. Im weltweit stagnierenden Automobilgeschäft sah Henkel regional unterschiedliche Entwicklungen. Während die lokale Produktion in Nord- und Lateinamerika rückläufig gewesen sei, habe der chinesische Markt zweistellige Wachstumsraten verzeichnet.

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