Umsatz leidet unter Umbau
Leifheit rettet sich in schwarze Zahlen

Mit einem Umbau des Unternehmens hat der Haushaltswaren-Anbieter es im vergangenen Jahr aus den roten Zahlen geschafft. Doch litt der Umsatz unter der Radikalkur. Viele Artikel waren schlicht nicht lieferbar.

HB NASSAU. Unter dem Strich verdiente der Konzern rund 100 000 Euro nach minus 7,3 Mill. Euro im Jahr 2004. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 3,7 Mill. Euro nach minus 15 Mill. Euro im Jahr davor, wie die Leifheit AG am Freitag im rheinland-pfälzischen Nassau an der Lahn mitteilte. Der Umsatz ging allerdings weiter um fast 7 Prozent auf 296 Mill. Euro zurück. Bereinigt um das aufgegebene Geschäft mit Duschtrennwänden betrug das Minus 4,8 Prozent. Für die Aktionäre ist eine Dividende von 60 Cent pro Aktie geplant, nachdem sie in 2004 leer ausgegangen waren.

Leifheit hatte die Produktion von rund 450 Artikeln aus Kostengründen ins Ausland verlagert. Die Belegschaft wurde von 1 964 Mitarbeitern Ende 2004 auf 1 565 Anfang 2006 reduziert. Nur noch 20 Prozent der Produktpalette von Leifheit entstehen jetzt noch in Deutschland, wo der Konzern zum Jahresbeginn rund 700 Mitarbeiter beschäftigte.

Den Umsatzrückgang begründete der Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Franke mit Problemen bei den Lieferungen aus den neuen Werken, was „zeitweilig zu doch schmerzhaften Lieferengpässen bei einzelnen Produktgruppen“ geführt habe. Jetzt seien diese Schwierigkeiten weitestgehend behoben.

Für 2006 gibt sich der Vorstand „vorsichtig optimistisch“. Es sei ein moderates Umsatzwachstum zu erwarten, weil sich voraussichtlich das Konsumklima in Europa bessere. Zudem soll sich die Neustrukturierung des Unternehmens 2006 in vollem Umfang positiv auf die Bilanz auswirken.

Leifheit wolle nun seine Position auf den internationalen Märkten ausbauen, hieß es. 2005 hatte das Unternehmen 58 Prozent seines Umsatzes im Ausland erzielt. Leifheit produziert unter anderem Wäschespinnen, Leitern, Reinigungsgeräte für Fenster und Böden sowie Küchengeräte. Wegen der wachsenden Konkurrenz von Billiganbietern hat das Unternehmen seit Jahren mit Umsatzrückgängen zu kämpfen.

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