Umsatz-Plus im vergangenen Jahr
Anlagenbauer Dürr sieht Rot

Der Stuttgarter Lackieranlagenbauer Dürr erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern. 2003 ist Dürr jedoch wegen Zinssicherungsgeschäften, der Schließung der Vorfertigung bei der Darmstädter Tochter Schenck und Abschreibungen auf eine Beteiligung trotz Umsatz-Plus in die roten Zahlen gerutscht.

HB STUTTGART. Der Verlust vor Steuern habe nach der Bilanzbereinigung bei rund sieben Mill. € gelegen, teilte Dürr in der Nacht zum Mittwoch mit. Ein Jahr zuvor hatte Dürr noch 22,6 Mill. € Gewinn vor Steuern verbucht. Für das laufende Jahr erwarte Dürr aber wieder ein „deutlich positives“ Ergebnis vor Steuern. „2003 war das Jahr der Weichenstellung. 2004 ist das Jahr der Umsetzung“, kommentierte Vorstandschef Stephan Rojahn die Zahlen. Die im Kleinwerteindex SDax notierte Aktie stieg um 1,1 % auf 17,70 €.

Der Konzernumsatz von Dürr kletterte im vergangenen Jahr um acht Prozent auf mehr als 2,2 Mrd. €. Der Konzern habe damit der Investitionszurückhaltung seiner Kunden getrotzt, hieß es. Ohne Währungseffekte hätte der Umsatz sogar um 17 % zugelegt. Der Auftragseingang lag mit 2,4 (2,2) Mrd. € wechselkursbereinigt trotz des schrumpfenden Marktes um zehn Prozent über Vorjahr.

Während die 18,4 Mill. € teuren Sanierungsmaßnahmen bei Schneck eingeplant waren, kam die Abschreibung unerwartet. Sie habe verhindert, dass Dürr das angepeilte leicht positive Ergebnis vor Steuern erreicht habe, teilte das Unternehmen mit. Die Buchwertabschreibung betreffe eine kleine Beteiligung, die zum Verkauf stehe, erläuterte eine Sprecherin. Auf Carl Schenck seien keine Wertberichtigungen nötig. Zinssicherungen für einen syndizierten Kredit hätten zudem rund 5,5 Mill. € gekostet. Die Verschuldung sei 2003 um 100 Mill. € abgebaut worden.

Eine Wertberichtigung von 23 Mill. € auf latente Steuern für die hohen Verlustvorträge bei Schenck, die nach US-GAAP gebildet werden müssen, hätten nach Steuern zu einem Minus von 30 (2002: plus zwölf) Mill. € geführt. Seit Februar hat Dürr mit dem 43-jährigen Kay Bönisch einen neuen Finanzvorstand.

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