Umsatz rückläufig
Lanxess übertrifft Erwartungen

Der Chemiekonzern Lanxess hat die Erwarten der Analysten im ersten Quartal übertroffen. Nach dem Verkauf von Unternehmensteilen verzeichneten die Leverkusener im Jahresvergleich zwar einen rückläufigen Umsatz. Kostensenkungen, der Umbau ehemaliger Problembereiche und Preiserhöhungen ließen den operativen Gewinn aber steigen.

HB FRANKFURT. „Mit der erneuten Verbesserung der Profitabilität haben wir ein solides Fundament für weiteres Wachstum gelegt“, erklärte Lanxess-Chef Axel Heitmann am Mittwoch bei Vorlage der Geschäftszahlen zu den ersten drei Monaten. Der Chemiekonzern hat im ersten Quartal dank seiner Sparanstrengungen und anhaltend guter Nachfrage seinen operativen Gewinn gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und Sondereinflüssen – darunter Restrukturierungen – habe um 6,8 Prozent auf 219 Millionen Euro zugenommen, teilte das Leverkusener Unternehmen am Mittwoch mit.

Analysten hatten nach einer Umfrage von Reuters im Durchschnitt mit einem um Sondereinflüsse bereinigten Ebitda von 212 Millionen Euro gerechnet. Die operative Rendite lag bei 12,8 Prozent nach 11,2 Prozent vor Jahresfrist. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 91 Millionen Euro in der Kasse nach einem Gewinn von 82 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz nahm im ersten Vierteljahr auch wegen des Verkaufs von Geschäftsteilen dagegen um 6,8 Prozent auf 1,711 Milliarden Euro ab.

Für den weiteren Geschäftsverlauf gab sich das Management angesichts der Konjunkturaussichten in Deutschland und Europa und in Asien optimistisch. Allerdings belasteten eine konjunkturelle Abschwächung in den USA und der starke Euro das Geschäft. Das Anfang 2005 von Bayer in die Unabhängigkeit entlassene Unternehmen peilt für das Gesamtjahr eine Zunahme des Ebitda vor Sondereinflüssen um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz an. 2006 verbuchte die Firma ein bereinigtes Ebitda von 675 Millionen Euro. Zudem erwartet sie einen „moderaten“ Umsatzanstieg.

Das Chemieunternehmen hat sich eine Rosskur auferlegt. Sanierungsprogramme sollen die Kosten ab 2009 um jährlich 250 Millionen Euro drücken. Damit will Lanxess-Chef Heitmann das Unternehmen auf Rendite trimmen und bis 2009 die Ertragskraft der Konkurrenz erreichen, die zuletzt eine Umsatzrendite von bis zu 14 Prozent erreicht hatten.

Inzwischen hat Lanxess aber auch Übernahmen im Blick und will auch vor milliardenschweren Zukäufen nicht zurückschrecken. So wirbt Heitmann trotz mehrerer Absagen beharrlich um die Spezialchemietochter Degussa des Mischkonzern RAG und wäre bereit für das Unternehmen vier bis sechs Milliarden Euro zu zahlen. Eine kleinere Übernahme in Südafrika hatte der Konzern kürzlich unter Dach und Fach gebracht.

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