Umsatz rückläufig
Pernod Ricard hebt Gewinnprognose leicht an

Der französische Spirituosenhersteller Pernod Ricard hat trotz eines Umsatzrückgangs im vierten Quartal die Gewinnprognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Der operative Gewinn dürfte im Geschäftsjahr 2007/08 (Ende Juni) um 13 Prozent zulegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

dpa-afx PARIS. Zuvor waren die Franzosen von einem Anstieg um mindestens zwölf Prozent ausgegangen. Optimistisch stimme die Margenverbesserung durch die Entwicklung der Top-Marken und eine bessere Preisgestaltung, hieß es. Die Aktie legte am Vormittag zeitweise um mehr als fünf Prozent zu.

Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 2,3 Prozent auf 6,6 Mrd. Euro. Belastet wurde der Konzern dabei von dem schwachen Dollar. Schwach entwickelte sich deswegen vor allem das vierte Quartal. Der Umsatz ging um drei Prozent auf 1,498 Mrd. Euro zurück.

Der dem Expansionskurs der vergangenen Jahre wolle sich Pernod künftig auf organisches Wachstum konzentrieren und Schulden abbauen, sagte Pernod-Manager Pierre Pringuet dem "Wall Street Journal Europe" (Donnerstagausgabe). Die Kartellbehörden würden bei weiteren Zukäufen aufgrund der wachsenden Marktstärke auch noch genauer hinschauen als in der Vergangenheit. Ganz ausgeschlossen seien Zukäufe in Zukunft allerdings nicht: Bei Bourbon und Tequila gebe es noch Lücken im Markenportfolio.

Pernod Ricard hatte sich in der Vergangenheit von einem kleinen Familien geführten Unternehmen durch Zukäufe zum zweitgrößten Hersteller von Spirituosen und Wein nach der britischen Diageo gemausert. Letzter Coup war die Übernahme der Vin & Sprit Group, die inzwischen abgeschlossen wurde. Neben Marken wie Ballantines, Malibu oder Chivas Regal vertreibt Pernod Ricard durch den jüngsten Zukauf auch die Vodka-Marke Absolut.

Das Image von Absolut, das unter der aggressiven Preispolitik in der Vergangenheit gelitten hatte, will Pernod Ricard aufpolieren. Auch einem anderen Trend will der Konzern gegensteuern: den vielfältigen Vodka-Geschmacksorten. Statt einer neuen Geschmacksrichtung alle sechs Monate soll es diese nur alle zwei Jahre geben. So würden Kannibalisierungseffekte vermieden.

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