Umsatz soll deutlich steigen
Heidelberg Cement setzt sich große Ziele

Die milliardenschwere Übernahme des Konkurrenten Hanson soll sich für Deutschlands führenden Zementhersteller Heidelberg Cement 2008 bezahlt machen. Schon im Jahr 2007 hat das MDax-Unternehmen bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt.

HB HEIDELBERG. "Wir erwarten in diesem Jahr einen Umsatzsprung auf 15 Mrd. Euro und ein sehr solides Ergebnis", sagte Vorstandschef Bernd Scheifele am Montag in Heidelberg. Die Integration des britischen Baustoffherstellers soll Mitte des Jahres abgeschlossen sein.

Scheifele rechnet durch die Bündelung und Zusammenlegung von Organisationsteilen beider Schwergewichte mit einem Einsparpotenzial von rund 350 Mill. Euro bis zum Jahr 2010. Heidelberg Cement hatte für 14 Mrd. Euro den Konkurrenten im Frühjahr vergangenen Jahres gekauft. Das Geschäft von Hanson wurde für die Monate September bis Dezember in den Jahresabschluss 2007 eingerechnet.

Nach vorläufigen Zahlen baute das MDax-Unternehmen 2007 den Umsatz von 7,9 Mrd. auf 10,7 Mrd. Euro aus. Der operative Gewinn wuchs im Vergleich zum Vorjahr von 1,3 Mrd. auf 1,8 Mrd. Euro. Der Zement- und Klinkerabsatz stieg laut Scheifele um mehr als zehn Prozent auf 88 Mill. Tonnen. Der Absatz von Zuschlagstoffen (Sand und Kies) wurde mit mit 179 Mill. Tonnen mehr als verdoppelt.

Neben dem Hanson -Beitrag kam für die Heidelberger vor allem aus dem Osteuropa- und Asiengeschäft sowie den Schwellenländern starker Rückenwind. Der deutsche Markt habe sich im vergangenen Jahr dagegen schwach präsentiert, teilte der Manager mit. 2008 sei aber mit einer leichten Steigerung und einem Anziehen im Wohnungsbau in Deutschland zu rechnen. Grundsätzlich nehme der heimische Markt aber nur noch einen geringen Anteil an der Produktion und Wertschöpfung des Konzerns ein.

Als Ziele für 2008 nannte der Vorstandsvorsitzende einen Abbau der Verbindlichkeit sowie den Neubau von Zementwerken in Russland, Kasachstan und China sowie den Ausbau der Kapazitäten in der Türkei und Tansania. Ferner werde erwartet, dass der Verkauf der Tochter Maxit bis zum Quartalsende abgeschlossen sein wird. Heidelberg Cement will das Unternehmen für 2,1 Mrd. Euro an die französische Saint Gobain veräußern.

Eine ausführliche Prognose für die nächsten Monate und den detaillierten Jahresabschluss 2007 will Scheifele am 17. März präsentieren.

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