Umsatz soll um zehn Prozent wachsen
Deichmann will Billigimage abstreifen

Europas größter Schuhhändler, die Deichmann-Gruppe, steht vor einem Strategiewandel: Das Familienunternehmen aus Essen will sein Billigimage abstreifen und mit Markenschuhen seine Vormachtstellung weiter ausbauen.

ESSEN. „Wir runden unser Markenportfolio nach oben ab – ohne die unteren Preislagen zu vernachlässigen“, sagte Heinrich Deichmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, im Gespräch mit dem Handelsblatt."

Kern der Neupositionierung ist die im Mai dieses Jahres von dem britischen Schuhkonzern C&J Clark erworbene Traditionsmarke Elefanten. „Die neuen Elefanten-Kinderschuhe werden qualitativ mindestens so gut sein wie das Original und ab Februar zu günstigeren Preisen als bisher angeboten werden“, sagte Deichmann. Neben den Markenrechten verfügt Deichmann nun auch über Spezialwerkzeuge wie die Leisten. Zudem ist es dem Unternehmen gelungen, ehemalige Entwickler und Designer sowie die Lieferanten in Portugal und der Slowakei an sich zu binden.

Zum europäischen Branchenprimus avancierte Deichmann als reiner Billigschuhanbieter mit Einstiegspreisen von zehn Euro für ein Paar Straßenschuhe. Im vergangenen Jahr hat der Konzern den Umsatz um sieben Prozent auf 2,2 Mrd. Euro gesteigert. „Für das laufende Jahr erwarten wir ein Plus von zehn Prozent“, sagte Deichmann. Auch der Rekordabsatz von 90 Millionen Paar verkaufter Schuhe in 2004 werde voraussichtlich mit 100 Millionen Paar wieder übertroffen. Produziert werden die Schuhe ausschließlich von Dritten. Wichtigste Lieferländer sind Vietnam und China.

Elefanten ist die dritte Traditionsmarke im Portfolio von Deichmann. Den ersten Schritt aus dem Billigsegment wagte Deichmann bereits Ende der 90er-Jahre mit dem Kauf der Komfortschuhmarke Medicus. Im Mai 2005 kaufte Deichmann zudem Gallus. Die Herrenschuhmarke aus Viersen ergänzt die hochwertigere Eigenmarke Borelli. Diese rahmengenähten Schuhe kosten knapp 60 Euro.

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