Umsatz steigt: Arcandor meldet stabiles Geschäft

Umsatz steigt
Arcandor meldet stabiles Geschäft

Der angeschlagene Handels- und Touristikkonzern Arcandor hat nach eigener Auskunft das Weihnachtsgeschäft ohne Blessuren überstanden. "Das Weihnachtsquartal ist in unseren Handelssegmenten völlig normal verlaufen", sagte gestern der scheidende Vorstandschef Thomas Middelhoff.

DÜSSELDORF. Die allgemeine Erwartung eines schwachen Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel habe sich bei den Konzerntöchtern Primondo (Quelle-Versand, HSE24) und Karstadt nicht bestätigt.

Sowohl das Versandgeschäft um den Kataloghändler Quelle wie auch der Karstadt-Umsatz sei "bereinigt" um 0,1 Prozent gewachsen, teilte der Konzern gestern mit. Welche Bereinigungen vorgenommen wurden, erwähnte Arcandor nicht. Nach Berechnungen des Handelsblatts lag allerdings der "unbereinigte" Umsatz der Versandsparte Primondo knapp ein Prozent unter dem Vorjahreswert, Karstadt verlor gegenüber dem Weihnachtsquartal 2007 sogar 3,5 Prozent - wobei die Warenhauskette schon damals einen Einbruch von 8,4 Prozent zu verkraften hatte.

Die Zukunft Arcandors dürfte nach Meinung von Analysten kaum besser werden. "Selbst wenn der Handel im Weihnachtsgeschäft noch glimpflich davongekommen ist, wird es - trotz Konjunkturprogramm - 2009 sowohl für die Warenhäuser wie für die Kataloghändler schwierig", erwartet Einzelhandelsexperte Johannes Sausen von der IKB. "Viele Kunden werden zu den Discountern und preisaggressiven Fachmärkten abwandern."

Konkurrent Metro hatte am Dienstag für die Warenhaustochter Kaufhof bereits flächenbereinigt ein Umsatzminus von 1,3 Prozent im Weihnachtsquartal ausgewiesen. Dennoch erwartet Arcandor-Chef Middelhoff für 2008/2009 ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) der operativen Bereiche von mehr als 1,1 Mrd. Euro. 2009/2010 soll auch Karstadt wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Warenhäuser sind nach einer misslungenen Sanierung tief in die roten Zahlen gerutscht.

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