Umsatz stieg deutlich an
Preiskampf macht Fahrradhersteller Mifa zu schaffen

dpa-afx SANGERHAUSEN. Der ostdeutsche Fahrradhersteller Mifa AG hat im Geschäftsjahr 2004 trotz eines deutlich gestiegenen Umsatzes weniger verdient. Als Gründe wurden die schwache Konjunktur und der Preiskampf genannt. Wie das Unternehmen aus Sangerhausen in seinem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht mitteilte, ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bereinigt um die Kosten für die Börseneinführung im Mai 2004 von 3,7 auf 3,46 Mill. Euro zurück. Der Jahresüberschuss reduzierte sich von 1,56 auf 0,76 Mill. Euro.

Die Anzahl der verkauften Fahrräder erhöhte sich um 41 Prozent auf 635 000. Die Mifa habe in einem insgesamt leicht rückläufigen Markt ihre Position erheblich verbessern können, hieß es in dem Geschäftsbericht. "Durch die deutliche Steigerung unseres Umsatzes haben wir die Marktführerschaft in Deutschland erreicht", sagte Vorstand Peter Wicht. Insgesamt produzierte die Mifa im vergangenen Jahr 737 000 Fahrräder. Damit lief nach Unternehmensangaben jedes vierte in Deutschland hergestellte Fahrrad in Sangerhausen vom Band. Der Umsatz stieg von 63,30 Mill. Euro auf 82,91 Mill. Euro. Das war ein Plus von 31 Prozent.

"Wir spüren damit bereits heute, dass sich die gewonnene finanzielle Flexibilität nach unserem Börsengang positiv auf unser Geschäft auswirkt", erklärte Wicht. Die anhaltende Konsumschwäche und der Preiskampf hätten sich belastend auf die Preise und damit auf den Gewinn ausgewirkt. Zudem habe eine umfangreiche Vorproduktion im vierten Quartal auf Grund der guten Auftragslage zu gestiegenen Lager- und Transportkosten geführt. Im laufenden Geschäftsjahr will die Mifa den Umsatz erneut steigern, hieß es. Zudem seien Investitionen geplant, um die Kosten im Logistikbereich zu reduzieren.

Die Mifa war am 17. Mai 2004 an die Frankfurter Börse gegangen. Die Aktie verlor am Mittwochvormittag 2,06 Prozent auf 7,60 Euro und lag damit knapp 18 Prozent unter dem Emissionspreis von 9,25 Euro. Ihren bisherigen Höchststand mit 9,86 Euro hatte die Aktie kurz nach dem Börsengang erreicht. Auf seinem Tiefststand Ende August wurde das Wertpapier zu 6,72 Euro gehandelt.

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