Umsatz stieg um zwölf Prozent
Syngenta hebt Jahresprognose an

Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat nach einem höher als erwarteten Gewinn seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2004 angehoben. Im Halbjahr profitierte der Konzern von der Erholung der Argarmärkte, aber auch eine niedrigere Steuerquote steigerte den Gewinn um 83 Prozent auf 964 Millionen Dollar.

HB ZÜRICH. Der Gewinn pro Aktie nahm den Angaben vom Donnerstag zufolge um 49 Prozent zu und Syngenta-Chef Michael Pragnell sieht diese Steigerungsrate nun auch für das Gesamtjahr. Bislang ging der Konzern von einem Wachstum von 30 Prozent aus. Für die Jahre 2005 und 2006 hält Syngenta an seiner Prognose fest, den Gewinn pro Aktie um 15 Prozent zu steigern.

Im ersten Halbjahr 2004 stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf 4,588 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA kletterte um 17 Prozent auf 1,367 Milliarden Dollar. Die Syngenta-Aktie stieg bis 11.30 Uhr um rund ein Prozent auf 105,25 sfr und damit stärker als der Gesamtmarkt und der Chemie-Branchenindex. Marktexperten zeigten sich von der Syngenta-Halbjahresbilanz angetan, wiesen jedoch auf ein offenbar gebremstes Wachstum bei den Pflanzenschutzmitteln hin. „Die Halbjahresresultate lagen deutlich über unseren und den Markterwartungen“, schrieb Analyst der Bank Vontobel.

Die Zahlen bestätigten nach Meinung von Bernd Pomrehn von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) den starken Aufschwung des Agrargeschäfts. Allerdings sind die Verkäufe in der Pflanzenschutz-Sparte im zweiten Quartal der Bank Leu zufolge im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2004 langsamer gewachsen, so dass der Umsatz von Syngentas mit Abstand größter Sparte unter den Erwartungen der Bank von 3,811 Milliarden Dollar lag. Die Sparte Pflanzenschutz erzielte nach Syngenta-Angaben in den ersten sechs Monaten einen im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent höhern Gewinn von 3,74 Milliarden Dollar. Im Bereich Saatgut nahm der Umsatz um 15 Prozent auf 846 Millionen Dollar zu.

Der Gewinnsprung im ersten Semester 2004 ist nach den Worten von Pragnell vor allem auf einen besseren Produktmix mit höheren Verkäufen von neuen Produkten und einer verminderten Kostenbasis zurück zu führen. Zusammen mit der geringeren Steuerrate haben diese Faktoren das starke Gewinnwachstum pro Aktie getragen. Ohne eine einmalige Steuergutschrift nahm der Gewinn pro Aktie im ersten Halbjahr um 49 Prozent auf 7,70 Dollar zu. Der Basissteuersatz sank in der ersten Hälfte des Jahres nach Syngenta-Angaben dank einer früher als erwartet abgeschlossenen Steueroptimierung auf 25 Prozent von 37 Prozent. Er sollte auf absehbare Zeit auf dem Niveau von rund 25 Prozent gehalten werden.

„Das ist ein wirkliche gute Nachricht, falls es ein nachhaltiger und nicht ein Einmaleffekt ist“, sagte ZKB-Analyst Pomrehn. Für die Entwicklung der Agrarmärkte im kommenden Jahr gibt Syngenta sich verhalten optimistisch. „Der Ausblick für die landwirtschaftlichen Märkte im Jahr 2005 ist moderat positiv“, sagte Syngenta-Chef Pragnell zu Reuters. In den nächsten drei Jahren will Syngenta, wie angekündigt, mehr als 800 Millionen Dollar in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurück fließen lassen.

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