Umsatz und Ergebnis gesteigert
2005 war für ZF ein „positives Jahr“

Deutschlands drittgrößter Automobilzulieferer hat 2005 seinen Gewinn und Umsatz gesteigert. ZF Friedrichshafen profitierte dabei von einer guten Nachfrage nach Achssystemen und Getrieben. In diesem Jahr soll sich das Wachstum trotz hoher Rohstoff- und Energiekosten fortsetzen.

HB STUTTGART. „Wir sprechen von einem positiven Jahr 2005“, sagte der zum Jahresende ausscheidenden Vorstandschef Siegfried Goll am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. Der Umsatz habe um 7,9 Prozent auf 10,83 Mrd. Euro zugelegt. Motor waren die Absatzmärkte in Nordamerika und Asien-Pazifik. Vor allem die neuen Produkte wie Sechs-Gang-Schaltungen, Achssysteme und Aktiv-Lenkungen hätten zu dem Wachstum beigetragen.

Nach Steuern verdiente ZF Friedrichshafen mit 247 Mill. Euro sieben Prozent mehr. ZF habe einen hohen zweistelligen Betrag für die höheren Preise bei Stahl und Energie verdauen müssen. Die Rendite des aus mehr als 100 Gesellschaften bestehenden Konzerns blieb unverändert bei 2,3 Prozent vom Umsatz. „Es sind noch Anstrengungen nötig, um die Marke von drei Prozent zu erreichen“, sagte Finanzchef Willi Berchtold. Unzufrieden ist der Konzern mit den Geschäften in den USA, wo wegen Vorleistungen für die Produktion von Achssystemen Verluste anfielen.

Den Geschäftsverlauf in den ersten vier Monaten bezeichnete ZF-Chef Goll als positiv. Dies werde ein moderates Wachstum des Umsatzes im Gesamtjahr möglich machen. Die Preisentwicklung bei Rohstoffen und Energie stelle weiterhin eine „Unwägbarkeit“ dar. Nach den Preisschüben bei Stahl in den vergangenen beiden Jahren ziehe nun vor allem der Preis für Aluminium an. Auch der „zu hohe“ Tarifabschluss in der Lohnrunde 2006 sei nicht hilfreich. Der Abschluss werde die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland fördern.

ZF Friedrichshafen wolle die Beschäftigung in Deutschland halten. Dazu müssten jedoch die Arbeitskosten sinken und die Arbeitszeiten flexibler werden, forderte Goll. Der Konzern beschäftigte Ende 2005 weltweit knapp 54 000 Mitarbeiter, davon 33 300 in Deutschland.

Als Golls Nachfolger an der Vorstandsspitze berief der Aufsichtsrat Hans-Georg Härter, der bisher den Vorstand der Tochter ZF Sachs leitet.

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